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Deutsche Unternehmen: Ein neuer Steuerskandal? (BASF, K+S, Wincor Nixdorf, Fraport, Sixt, Wacker Chemie, Robert Bosch)

Freitag, 17.02.2017 08:35

Kommentar von Mark de Groot

Liebe Leser,

deutsche Unternehmen und vermögende Privatpersonen sollen als Tochtergesellschaften getarnte Briefkastenfirmen auf der Insel Malta unterhalten, um hierzulande die Steuerlast zu senken. Dies haben Recherchen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR ergeben. Die entscheidende Frage aus Anlegersicht lautet: Ist das illegal? Die klare Antwort: Jein.

Warum ist Malta so attraktiv?

Grundsätzlich darf man als Deutscher natürlich eine Firma auf Malta gründen oder sein Geld dorthin transferieren. Es handelt sich ja schließlich um einen EU-Staat. Doch Sie müssen dies auf jeden Fall dem deutschen Fiskus melden. Genau dies soll wohl mehrheitlich nicht geschehen sein. Denn laut den Recherchen von SZ, WDR und NDR sind auf Malta derzeit mehr als 1.600 Firmen gemeldet, die einen deutschen Teilhaber haben. Doch beim Bundeszentralamt für Steuern sind in den vergangenen Jahren diesbezüglich lediglich 226 Meldungen eingegangen.

Wer nach Malta ausweicht, spekuliert beispielsweise auf eine niedrigere Umsatzsteuer. So firmieren einige Luxusyachten der Reichen unter maltesischer Flagge, weil so der Mehrwertsteuersatz bei Anschaffung unter 5,5 % sinken kann. Bei den anfallenden Kaufpreisen macht sich ein Unterschied von 13,5 % durchaus auf dem Bankkonto bemerkbar. Zudem lässt sich die deutsche Körperschaftssteuer mit ein wenig Geschick unterhalb von 10 % drücken. Offiziell müssen Unternehmen hierzulande 15 % Körperschaftssteuer zahlen. Bei 1 Mrd. Euro zu versteuerndem Gewinn bedeutet dies einen Vorteil von immerhin 50 Mio. Euro.

Nur Namen, keine konkreten Beschuldigten

Wer hat sich nun konkret etwas zuschulden kommen lassen? Dies geht nicht aus dem Bericht hervor. Der Artikel nennt nur einige deutsche Unternehmen, die offensichtlich Firmen in Malta unterhalten und sich dadurch zumindest verdächtig machen. Dazu zählen der Chemieriese BASF, der Düngemittelkonzern K+S, der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf, die Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens Fraport und der Mietwagenverleiher Sixt. Außerdem unterhielt der Autozulieferer und Elektrogerätehersteller Bosch bis mindestens Ende des letzten Jahres mehrere Firmen auf Malta. Zudem wird noch namentlich Peter-Alexander Wacker genannt. Wacker ist derzeit Aufsichtsratsvorsitzender von Wacker Chemie.

Nehmen wir mal an, alle Konzerne haben ihre Tätigkeit auf Malta korrekt angemeldet. Dann droht ihnen zumindest kein Ärger mit den Steuerbehörden. Und selbstverständlich können die Aktionäre auch von den jeweiligen Konzernspitzen verlangen, dass sie alles daran setzen, die Steuerbelastung so gering wie möglich zu halten.

Das ist sicherlich alles richtig. Doch nach dem derzeitigen Stand der Dinge scheint noch keine Klarheit zu herrschen, ob wirklich alle Beteiligten mit offenen Karten gespielt haben. Zudem haben solche Geldtransfers ins Ausland immer ein Geschmäckle. Wenn das Thema erst einmal in den Medien hochkocht, bleibt vermutlich auch etwas hängen. Steuerflüchtlinge genießen hierzulande kein allzu hohes Ansehen in der Öffentlichkeit. Da brechen sich die Empörung und die Forderung nach Sanktionen schnell Bahn.

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