Deutsche Industrie verbraucht etwas weniger Energie

Freitag, 04.11.2016 10:00 von

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutsche Industrie hat 2015 etwas weniger Energie verbraucht als ein Jahr zuvor. Die Menge sank um 0,7 Prozent auf 4016 Petajoule, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Würde man das in haushaltsübliche Kilowattstunden umrechnen, ergäbe sich nach Angaben der Wiesbadener Statistiker eine Zahl mit 13 Stellen. Gemessen am gesamten Endenergieverbrauch in Deutschland hat die Industrie einen Anteil von etwa einem Drittel.

Gut 16 Prozent der in der Industrie eingesetzten Primärenergie wurden nicht zur Energieerzeugung genutzt, sondern dienten vor allem in der Chemie-Industrie als Grundstoff beispielsweise für Kunststoffe. Mit einem Anteil von 31 Prozent an der Gesamtmenge war die Chemie auch der größte Verbraucher. Allerdings wurde in der Branche fast die Hälfte (44 Prozent) der eingesetzten Energieträger nicht als Brennstoff, sondern als Ausgangsstoff für chemische Produkte genutzt.

Wichtigster Energieträger für die Industrie blieb mit einem Anteil von gut 27 Prozent Gas vor Strom (21,4 Prozent) und Mineralöl (20 Prozent). Erneuerbare Energien spielten mit einem Anteil von 3,2 Prozent nur eine untergeordnete Rolle bei der Versorgung der in der Statistik erfassten rund 45 000 Betriebe mit jeweils mindestens 20 Beschäftigten./ben/DP/stb