Deutsche-Börse-Tochter Clearstream in US-Gerichtsstreit verwickelt worden

Mittwoch, 19.10.2016 22:22 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche-Börse-Tochter Clearstream ist in den USA in eine juristische Auseinandersetzung hineingezogen worden. Bestimmte Vollstreckungsgläubiger hätten am vergangenen Freitag eine Klage gegen den Iran sowie der Bank Markazi eingereicht, teilte der deutsche Börsenbetreiber am späten Mittwochabend mit. Gemäß der Klage hätten die sogenannten Havlish-Kläger 2012 ein Gerichtsurteil gegen Iran und die Bank Markazi über rund 6,6 Milliarden US-Dollar erwirkt. Die Havlish-Kläger strebten nunmehr die Vollstreckung in das Vermögen dieser Beklagten an und machten auch Ansprüche gegen Clearstream aufgrund ihrer historischen Beziehung zur Bank Markazi als Kunde geltend.

Clearstream halte die Havlish-Klage gegen sich für unbegründet und werde alle notwendigen und geeigneten Maßnahmen ergreifen, um sich entschieden gegen die Klage zu verteidigen, hieß es in der Mitteilung weiter. Der Kurs der Deutsche-Börse-Aktie reagierte im nachbörslichen Handel kaum auf die Neuigkeiten./he