„Deutsche Banken müssen sich nicht verstecken“

Samstag, 08.10.2016 17:00 von

Bei der Deutschen Bank und der Commerzbank (Commerzbank Aktie) läuft es derzeit alles andere als rund. Doch aus Sicht des Branchenverbandes sind die deutschen Geldhäuser „leistungsfähige Player“. Es mangele nur an Profitabilität.

Die deutschen Banken sehen sich trotz der Turbulenzen und Probleme der führenden heimischen Geldhäuser für den internationalen Wettbewerb gerüstet. „Deutschlands Banken müssen sich im globalen Wettbewerb nicht verstecken - auch wenn sie derzeit nicht auf Rosen gebettet sind und das Korsett aus Regulierung und niedrigen Zinsen sehr eng sitzt“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Michael Kemmer, am Samstag in Washington am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF). „Die Banken werden sich anpassen: durch Kosteneinsparungen, mehr Digitalisierung und Fusionen.“ Dies werde kein leichter Weg und Zeit dauern. Dies wüssten aber auch die Märkte.

Die Turbulenzen um die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) schaden aus Sicht Kemmers nicht dem Finanzplatz Deutschland. Dieser sei gut aufgestellt. Die Politik verhalte sich klug: „Sie tut gut daran, in solchen Fällen eher zurückhaltend zu agieren. Und dies tut sie.“ Die Mahnungen des IWF an die europäischen Geldhäuser seien nicht so neu und beträfen teils weniger die deutschen Banken, etwa die Forderung zum Abbau notleidender Kredite. Der IWF-Befund sei keiner, der die europäischen Banken in Grund und Boden rede. Natürlich müssten die Geschäftsmodelle angepasst werden.

Die deutschen Banken seien international absolut wettbewerbsfähig und „leistungsfähige Player“. Auf dem Heimatmarkt seien sie vielleicht sogar ein wenig zu wettbewerbsfähig. Sie böten hervorragende Bankdienstleistungen zu vergleichsweise extrem günstigen Preisen, sagte Kemmer. Aus Kundensicht gebe es in Europa keine besseren Angebote. Aber die Geschäfte der deutschen Geldhäuser seien im Moment nicht profitabel genug. Was auch an Überkapazitäten hierzulande liege. Höhere und kostendeckende Preise für Dienstleistungen seien zu erwarten.

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