Deutsche Bank: Komplett verkalkuliert

Montag, 19.09.2016 17:45

Kommentar von Mark de Groot

Lieber Leser,

das Schlimme an der Schock-Forderung von 14 Mio. Dollar seitens der amerikanischen Behörden ist nicht nur die Zahl an sich. Wirklich übel ist, dass vor einigen Tagen noch kommuniziert wurde, es werde alles halb so wild. Man stellte die Aktionäre auf eine Strafe von etwa 2,5 Mrd. Dollar ein. Und nun das. Kein Wunder, dass die Anleger am Freitag nahezu panikartig aus der Aktie flüchteten. Das Papier verlor 8,47 %.

Komplett verkalkuliert

Dieser Widerspruch zwischen Erwartungshaltung und Realität macht deutlich, dass sich der Vorstand um John Cryan komplett verkalkuliert hat. Sich jetzt hinzustellen und trotzig zu erklären, diese Strafe keinesfalls zahlen zu wollen, macht die Sache nicht besser. Meiner Meinung nach verschlechtert man seine Verhandlungsposition, wenn man die US-Behörden zusätzlich reizt.

Die Amerikaner wären des Wahnsinns

Klar ist, die Amerikaner wären des Wahnsinns, wenn sie die Deutsche Bank tatsächlich gegen die Wand fahren würden. Gegen eine Pleite der Deutschen Bank wäre der Untergang von Lehman Brothers samt Folgen für die Weltwirtschaft der reinste Ponyhof gewesen. Die Deutsche Bank ist global so sehr vernetzt, wie der IWF unlängst befand, dass das Kreditinstitut alles links und rechts mit in den Abgrund reißen würde.

Und eine Schadensersatzforderung von 14 Mrd. Dollar wäre in der jetzigen Situation nahezu gleichbedeutend mit einer Pleite. Über diese Mittel verfügt die Bank schlichtweg nicht. Welcher Ausweg bliebe dann noch: Kapitalerhöhung? Anleihen? Kredite? Wer würde noch solche Summen in diese Bank stecken?

Hoffnungen der Investoren wieder einmal beschädigt

Wie immer die Sache noch ausgehen wird, eines steht jetzt schon fest: Die Ansage aus Washington wird den geplanten Umbau der Deutschen Bank weiterhin verzögern. John Cryan hatte den Investoren versprochen, dass das Schlimmste bereits überstanden sei und alle wichtigen Rechtsstreitigkeiten noch in diesem Jahr geregelt werden sollten. Die Hoffnung auf ein glimpfliches Ende der Krisenjahre dürfte sich aber nun bis auf Weiteres zerschlagen haben.

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