Deutsche Bank: Das sollten Sie in der jetzigen Lage bedenken

Dienstag, 20.09.2016 11:26

Kommentar von Andreas Sommer

Lieber Leser,

das war ein Schock für die Deutsche Bank-Aktionäre: Die US-Regierung auferlegte dem größten deutsche Geldhaus eine Rekordstrafe von 14 Mrd. USD. Damit sollen die zivilrechtlichen Ansprüche abgedeckt werden, die durch die Ausgabe von hypothekengedeckten Wertpapieren in den Jahren 2005 bis 2007 entstanden sind.

Die US-Regierung sieht es als erwiesen an, dass auch die Deutsche Bank, wie schon viele vor ihr abgestrafte Geldhäuser, mit diesen Geschäften maßgeblich zum Kollaps des amerikanischen Immobilienmarktes und damit zur daraus resultierenden Finanzkrise im Jahr 2008 beigetragen zu haben. Auch wenn diese Strafen verhandelbar sind und deshalb zunächst überzogen hoch angesetzt werden:

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Die von der Deutschen Bank in einer ersten Reaktion genannte „angemessene Obergrenze“ von 2 bis 3 Mrd. USD ist vermutlich ebenso unrealistisch. Doch selbst eine „Einigung in der Mitte“, also auf etwa 7 bis 8 Mrd. USD, würde die Finanzkraft der Deutschen Bank wohl sprengen. Das gilt umso mehr, als die bislang getroffenen Rückstellungen diesen Rahmen bei weitem übersteigen. Der seit Dekaden undenkbare Fall einer Insolvenz der Deutschen Bank könnte so Realität werden!

Lösungsansätze wären in diesem Fall entweder eine saftige Kapitalerhöhung oder eine staatliche Hilfe. Ob die Aktionäre bereit sind, für diese Betrügereien des damaligen Managements den Kopf hinzuhalten, ist mehr als fraglich. Und auch die Bundesbürger dürften wohl bei einer Unterstützung mit Hilfe von Steuergeldern „Sturm laufen“:

Schließlich hatte die Deutsche Bank – wir erinnern uns – in der damaligen Finanzkrise im Brustton der Überzeugung jede staatliche Hilfe weit von sich gewiesen und die eigene Finanzkraft herausgestellt.

Wer sich also heute, in der Hoffnung auf eine massive Kurserholung, auf eine Spekulation mit Deutsche Bank-Aktien einlässt, der sollte die ihm drohenden Risiken sehr wohl bedenken!

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