Deutsche Bank: Darum gibt es (noch) keinen Grund zur Panik

Dienstag, 20.09.2016 05:12

Kommentar von Mark de Groot

Lieber Leser,

wenn ein Unternehmen mit einem Börsenwert von rund 18 Mrd. Euro einem Bußgeld von 14 Mrd. US-Dollar entgegenblickt, sollten alle Alarmglocken schrillen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der IWF vor drei Monaten über die Deutsche Bank urteilte, sie sei „der größte Nettobeiträger zu systemischen Risiken“. Mit anderen Worten: Das Bankhaus ist so groß, dass ein Zusammenbruch auch vielen anderen Unternehmen gefährlich werden könnte, nicht nur der Deutschen Bank selbst.

Strafgeld noch verhandelbar

Dennoch gibt es (noch) keinen Anlass zur Panik. Dafür gibt es im Wesentlichen vier Gründe. Erstens geht die Deutsche Bank wohl zurecht davon aus, dass sie am Ende keine 14 Mrd. Dollar zahlen werden muss. Das amerikanische Justizministerium hat sozusagen ein erstes Gebot abgegeben. Die Summe lässt sich derzeit noch verhandeln.

Rückstellungen vorhanden

Zweitens trifft die Mitteilung die Deutsche Bank nicht völlig unvorbereitet. Der Konzernleitung war klar, dass die Justizbehörden höchstwahrscheinlich eine Milliardenstrafe verhängen würden. Aus diesem Grund hat die Bank Rückstellungen in Höhe von mehr als 6 Mrd. Euro gebildet. Allerdings soll dieser Betrag eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten abdecken.

Strengere Regulation und politische Relevanz

Drittens haben die regulatorischen Reformen nach der Wirtschaftskrise 2008 dafür gesorgt, dass Banken auch in ihrer Finanzierungsstruktur besser für den Krisenfall vorsorgen müssen. Viertens ist die Deutsche Bank, wie eingangs gesagt, von besonderer systemischer Relevanz. Ein Scheitern kann weder im Interesse der Politik noch der Wirtschaft sein. Dies würde Schockwellen durch die gesamte Weltwirtschaft schicken, die mindestens ein Szenario wie 2008 samt seiner Folgen wahrscheinlich erscheinen lassen.

Kapitalerhöhung unausweichlich?

Dessen ungeachtet kann die Strafe dennoch weitaus höher ausfallen als ursprünglich angenommen. Die Deutsche Bank rechnete dem Vernehmen nach mit 2,5 Mrd. Dollar. Wenn dieser Fall eintritt, wird der Konzern wohl kaum um eine Kapitalerhöhung herumkommen. Dagegen hat sich der Vorstand bisher vehement gesperrt. Denn er weiß ganz genau, dass hierfür derzeit der denkbar schlechteste Augenblick wäre.

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