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Deutsche Bank: Bange Blicke nach Chile!

Dienstag, 29.11.2016 12:30

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

in dieser Woche blicken die weltweiten Finanzinstitute mit großem Bangen nach Santiago de Chile. In der Hauptstadt des Andenstaates haben sich die internationalen Bankenaufseher eingefunden, um über das neue Basel IV-Abkommen zu beraten. Im Raum stehen unter anderem neue Regeln für die Ermittlung der Kapitalunterlegung für risikobehaftete Vermögenswerte. Auch die deutschen Vertreter könnte dies teuer zu stehen kommen. Nach Schätzungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers könnten die neuen Vorschriften für die deutschen Institute im schlimmsten Fall zu einer Kapitallücke von rund 30 Mrd. Euro führen. Einer der Hauptleidtragenden wäre Deutschlands größtes Geldhaus, die Deutsche Bank.

Unterdessen ist die mexikanische Investa Bank einem „Handelsblatt“-Bericht zufolge ins Visier der Justiz geraten. Einer ihrer Mitarbeiter wurde in den USA verhaftet, ihm werden Geldwäsche und weitere illegale Finanzgeschäfte zur Last gelegt. Laut dem Bankenchef Enrique Vilatela hätten Untersuchungen der mexikanischen Ermittlungsbehörden das Institut diesbezüglich aber entlastet. Mit der Investa Bank hatte sich die Deutsche Bank Ende letzten Jahres über den Verkauf von den in Mexiko angesiedelten Tochtergesellschaften verständigt. Um den Deal finanzieren zu können, steht bei der Investa Bank noch eine Kapitalerhöhung aus, wodurch 114 Mio. Dollar eingesammelt werden sollen.

Die Deutsche Bank-Aktie ist nach der jüngsten Erholungsrallye in den letzten Tagen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt. Die Gemengelage bleibt komplex: die weiterhin ungeklärten Rechtstreitigkeiten, die Aussicht auf härtere Kapitalauflagen und das mit Spannung erwartete Verfassungsreferendum in Italien Anfang Dezember. Zudem warten die Anleger weiterhin auf ein umfassendes Gesamtkonzept von Konzernchef John Cryan, wie das Institut langfristig wieder in die Erfolgsspur zurückfinden kann.

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