Deutsche Bank am Boden?

Montag, 26.09.2016 12:00 von

So wenig war Deutschlands größtes Geldhaus noch nie wert. Die Angst vor einer Kapitalerhöhung verschreckt die Anleger, aber es gibt noch andere Gründe für den tiefen Sturz der mächtigen Bank. Eine Analyse.

Angesichts der schier endlosen Liste von Problemen war es eigentlich nur eine Frage der Zeit. Am Montag gleich nach Eröffnung des Handels sackte der Kurs der Deutschen Bank auf ein neues Allzeittief. Die Aktie des größten deutschen Geldhauses brach um 6,4 Prozent auf 10,68 Euro ein. Seit Jahresanfang hat das Geldhaus damit die Hälfte seines Börsenwertes verloren, ein beispielloser Absturz, der die tiefste Krise in der jüngeren Geschichte der noch immer mächtigsten heimischen Bank widerspiegelt.

Quasi kein Tag vergeht ohne neue schlechte Nachrichten. Inzwischen muss sich Vorstandschef John Cryan Fragen gefallen lassen, die noch vor einem Jahr als Majestätsbeleidigung gegolten hätten. Skeptiker wie der britische Finanzprofessor Kevin Dowd fürchten, dass die angeschlagene Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) mit ihrem gigantischen Derivatebuch zum Katalysator der nächsten Bankenkrise werden könnte. An den Märkten wird inzwischen ganz offen darüber spekuliert, ob das Frankfurter Geldhaus nicht vom Staat aufgefangen werden muss. Aber selbst wenn dieser eigentlich kaum vorstellbare Ernstfall eintreten würde, wäre das alles andere als einfach. Denn die neuen Haftungsregeln der EU sehen vor,  dass zuerst Eigentümer und Gläubiger für die Banken haften. Erst wenn acht Prozent der gesamten Verbindlichkeiten einer Bank als Hilfe herangezogen wurden, darf der Staat eingreifen.

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