Deutsche-Bank-Aktie fällt unter zehn Euro

Freitag, 30.09.2016 18:00 von

Erstmals waren Papiere der Deutschen Bank am Freitag weniger als zehn Euro wert. Bankchef John Cryan war um Beruhigung bemüht. Am Nachmittag verhalf ein unbestätigtes Gerücht der Deutschen Bank zum Kurssprung.

Die Leidensgeschichte der Deutschen Bank scheint kein Ende zu finden. Der Kurs ist am Freitag unter die kritische Marke von zehn Euro gestürzt – ein neues Allzeit-Tief für die Aktie, die in diesem Jahr bereits über die Hälfte an Wert verloren hat. Ausgelöst wurde der Kursrutsch durch die steigende Angst, dass Geschäftspartner das Vertrauen in die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) verlieren könnten. Einige Hedgefonds hatten nach den Turbulenzen der vergangenen Tage Kapital abgezogen.

In der Folge allerdings legte Deutschlands größtes Geldhaus eine einzige One-Man-Show aufs Börsenparkett. Mit einem Plus von siebeneinhalb Prozent war die Deutsche Bank mit Abstand Tagessieger im Dax. Die Papiere schlossen bei 11,70 Euro.

Ein unbestätigtes Gerücht verhalf dem Institut zu weiteren Kurssprüngen: Die Nachrichtenagentur AFP berichtete am Freitagnachmittag, dass die vom US-Justizministerium aufgrund von Trickserien auf dem US-Immobilienmarkt auferlegte Strafe von 14 Milliarden Dollar (Dollarkurs) auf 5,4 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) gesenkt wurde. Hierbei handelt es sich allerdings um Spekulationen. Eine Deutsche-Bank-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern.

Zu Handelsbeginn versuchte die Bank noch die angespannte Lage zu beruhigen. Vorstandschef John Cryan wandte sich am Morgen in einem Schreiben an seine Mitarbeiter: „Sie können in den Medien Spekulationen darüber lesen, dass uns einige wenige Hedgefonds-Kunden verlassen haben. Das sorgt zu Unrecht für weitere Unruhe. Wir sollten das einmal im Gesamtbild betrachten. Insgesamt hat die Deutsche Bank mehr als 20 Millionen Kunden.“ Weiter schreibt er: „Arbeiten Sie weiter wie bisher. Wir sind und bleiben eine starke Deutsche Bank.“

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