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Deutsche Bahn will Milliarden von Kartellsündern eintreiben

Mittwoch, 15.02.2017 05:34 von

BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Aufdeckung verbotener Preisabsprachen durch die Wettbewerbsbehörden hat die Deutsche Bahn von Kartellsündern bereits rund 400 Millionen Euro an Schadenersatz eingetrieben. Doch damit ist der Konzern noch lange nicht zufrieden. "Weitere Schadenersatzforderungen im Milliardenbereich stehen noch aus", sagte der Leiter Kartellrecht des Bahnriesen, Tilman Makatsch, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Hintergrund: Das Bundeskartellamt und die EU-Kommission haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Kartellen aufgedeckt. Verbotene Preisabsprachen gab es demnach unter anderem bei Schienen, Lastwagen, Luftfracht, Süßwaren und Bier. In vielen dieser Fälle sieht sich auch die Bahn geschädigt.

Denn der Konzern ist mit einem Einkaufsvolumen von mehr als 25 Milliarden Euro im Jahr und mehr als 40 000 Lieferanten einer der größten Einkäufer in der Bundesrepublik. "Wir gehen deshalb davon aus, dass die Bahn mittelbar oder unmittelbar von jedem dritten Kartell betroffen ist", betonte Makatsch./rea/DP/zb