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Deutsche Anleihen: Etwas schwächer - gestiegene Risikoneigung

Montag, 07.11.2016 17:41 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Montag etwas schwächer tendiert. Entlastende Nachrichten für die US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton in der E-Mail-Affäre stärkten die Risikofreude der Anleger. Der richtungweisende Euro-Bund-Future fiel bis zum späten Nachmittag um 0,04 Prozent auf 162,32 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 0,15 Prozent.

Eine Prüfung neu entdeckter E-Mails habe keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten Clintons ergeben, teilte der Chef der Bundespolizei FBI, James Comey, am Sonntag in einem Brief an Kongressmitglieder mit. Die neuerliche Untersuchung hatte Clinton zuletzt Einbußen in den Umfragen beschert. Steigende Chancen auf einen Wahlsieg Clintons stärken die Risikobereitschaft der Anleger und lasteten auf den als sicher geltenden Staatspapieren.

Im Tagesverlauf machten die Anleihen jedoch einen Teil ihrer anfänglichen Verluste wieder wett. Enttäuschende Industriedaten aus Deutschland trübten etwas die Risikoneigung. Im September gingen bei deutschen Industrieunternehmen 0,6 Prozent weniger Aufträge ein als im Vormonat. Analysten hatten dagegen im Mittel einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozent erwartet./jsl/zb