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Deutsch-chinesischer Zickenkrieg

Donnerstag, 17.11.2016 12:40 von

Die Trump-Wahl in den USA sorgt nicht unbedingt dafür, dass in den angeschlagenen deutsch-chinesischen Beziehungen nunmehr die Vernunft siegt. Im Gegenteil. Das Bashing geht weiter.

Die deutsch-chinesischen Beziehungen haben nach wie vor Schlagseite. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel findet, dass deutsche Unternehmen in China diskriminiert werden und wir unsere Firmen zu leichtfertig verkaufen. Das wird man doch noch mal sagen dürfen, hat er gedonnert und das ist nicht schlecht angekommen in der deutschen Öffentlichkeit. Peking ist wiederum nach wie vor verstimmt, dass Gabriel Probleme an die große Presseglocke gehängt hat, ohne mit Premier Li Keqiang zuvor hinter den Kulissen darüber zu sprechen. Li mag sich nicht bloßzustellen lassen, damit deutsche Politiker zu Hause gut aussehen. „Wenn Sie in Gegenwart Ihrer Frau bei Ihren Kumpels über sie herziehen“, formuliert es ein chinesischer Diplomat prägnant, „macht das die Versöhnung zu Hause nicht einfacher“ .

Die Trump Wahl ist dabei nicht hilfreich. Es wird für China und Deutschland nunmehr schwieriger, Waren in die USA zu verkaufen. Damit wird China jedoch als Markt noch wichtiger für die Deutschen. Angela Merkel gilt umgekehrt mehr denn je als die einzige verlässliche Gesprächspartnerin im Westen. Und deutsche Technologie ist für Peking interessanter denn je. Dennoch siegt die Vernunft in so einem Fall nicht unbedingt von selbst.Im deutschen Wahljahr 2017 besteht nämlich die Gefahr, dass Gabriel und andere sich der Antichina-Stimmung bedienen, die nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland gärt – und sei es nur in der Absicht, zu verhindern, dass die AfD zu viele Stimmen bekommt, die ebenfalls zum China-Bashing neigen wird.

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