Der Software-Code wird zur entscheidenden Größe

Sonntag, 11.09.2016 13:40 von

Begriffe wie Finanz- oder Humankapital müssen in Zeiten der fortschreitenden Digitalisierung um eine neue Dimension ergänzt werden – das Code-Kapital. Denn Algorithmen lenken längst vermeintlich freie Märkte.

Endloses Scrollen, Swipes nach links, nach rechts, ein Klick nach dem anderen. Wir verbringen jeden Tag mehrere Stunden mit Webseiten, Apps und unserem Smartphone. Digital optimieren wir unsere Kommunikation, konsumieren Nachrichten, buchen den nächsten Urlaub oder suchen nach Liebschaften. Für die einen ist das Neuland, für andere ihr Nimmerland. Die Sprache der Maschinen, der Code ihrer Steuerprogramme, formt unsere Gewohnheiten und diktiert unser Verhalten. Selten aber machen wir uns Gedanken darüber, welchen Einfluss diese fortschreitende Digitalisierung des Lebens auf unsere gesellschaftlichen Normen und nicht zuletzt auf unsere wirtschaftlichen Entscheidungen hat.

Wir haben Begriffe wie Finanzkapital oder Humankapital ersonnen, um zu verstehen, zu vermessen und zu steuern, wie Wirtschaft und Demokratie gut funktionieren. In einer digitalisierten Welt reicht das nicht aus. Es ist Zeit, dass wir uns auch mit der allgegenwärtigen Wirkkraft von Technologie auf Mensch und Ökonomie beschäftigen und damit, wie mächtig Code als Kapital längst ist: also dem Code-Kapital.

Humankapital etwa beschreibt die gesammelte Wissenskraft aller Mitwirkenden einer Firma als ihr kollektives Leistungspotenzial. Der Mensch ist gleich wirtschaftliche Macht. Hat ihn der Code als Ressource, die ihm eigentlich dienen soll, seine Ziele durchzusetzen, nicht längst überholt?

Code ist Gesetz

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.