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Der Sender für unbeirrbare Trump-Fans

Mittwoch, 19.10.2016 15:00 von

Mit Meinungsmache vom rechten Rand ist Fox News zum wichtigsten Nachrichtensender der USA aufgestiegen. Hätte ein deutscher Ableger in Zeiten von Pegida, AfD & Co. eine Chance?

Der Sonntag gehört der Kirche. Und Chris Wallace. 3,3 Millionen US-Zuschauer schalteten zuletzt regelmäßig ein, wenn der 69-jährige TV-Journalist auf Fox News die Woche Revue passieren lässt. An diesem Sonntag im September sorgt sich Wallace, gestreiftes Hemd, graues Jackett, Einstecktuck um die innere Sicherheit in den USA. Mit strengem Blick spricht er, eines der Aushängeschilder seines Senders, über die Terrorgefahr, die Wallace – aufgrund der offenen Grenzen – für hoch hält. Experten werden zugeschaltet, und Aussagen der beiden Präsidentschaftskandidaten zur Terrorbekämpfung gezeigt. Derweil laufen unten durchs Bild aktuelle Nachrichten.  

Wer Krawall und Hass-Tiraden auf US-Präsident Barack Obama erwartet hatte, wird – zumindest für den Moment – enttäuscht. Fox News, der wichtigste und gleichzeitig umstrittenste Nachrichtensender der USA, ist am Sonntagvormittag austauschbar, bieder, langweilig. „Das ist keine konservative Revolution mit Schaum vor dem Mund“, sagt Lutz Hachmeister, Leiter des Instituts für Medien- und Kommunikationspolitik. Der Sender zeige sich gerne „formell im seriösen Gewand“. Den Grund dafür liefert US-Medienjournalist Gabriel Sherman. „Die Zuschauer wollen nicht 24 Stunden am Tag Parolen hören, sie wollen das Gefühl haben, informiert zu werden.“ Doch die Informationen bei Fox sind gepaart mit Suggestivfragen und mit klarer Ausrichtung: gegen die demokratische Partei, gegen die Regierung in Washington, gegen das Establishment.

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