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Der Ruf nach Freiheit

Freitag, 02.09.2016 14:40 von

Peking will sich beim G20-Gipfel als globale Gestaltungsmacht zelebrieren. Doch im Vorfeld beklagen internationale Unternehmen wachsenden Protektionismus. Die EU-Handelskammer sieht Reformversprechen gebrochen.

China wirft sich in Schale. Die ostchinesische Metropole Hangzhou soll beim G20-Gipfel zum Schaufenster der Volksrepublik werden. Fabriken wurden geschlossen, 20.000 neue Elektroautos auf die Straßen geschickt und 760.000 Freiwillige als Helfer für die internationalen Gäste mobilisiert.

In Hangzhou wird sich China als moderne Volkswirtschaft präsentieren, wenn dort am Sonntag und Montag die Regierungschefs der G20-Länder beraten. Peking will Chinas wirtschaftlichen Aufstieg feiern und zeigen, dass das Land „eine Vorreiterrolle bei Internetdienstleistungen“ einnehmen könne, wie Ministerpräsident Li Keqiang ankündigte. In Hangzhou ist der Onlinegigant Alibaba angesiedelt. Außerdem will China einen Vorstoß zu einer weniger stark westlich dominierten Wirtschaftsordnung unternehmen: Schwellen- und Entwicklungsländer sollen eine höhere Bedeutung im Rahmen der G20 bekommen, hat Chinas Außenminister Wang Yi angekündigt.

Als zentrale Themen für das G20-Treffen hat Chinas Außenministerium die Suche nach neuen globalen Wachstumstreibern, den internationalen Handel und globale Strukturreformen genannt. „China setzt sich für eine fairere globale Finanzordnung ein“, sagte Zhou Qiangwu, Direktor des Asia-Pacific Finance and Development Center des Pekinger Finanzministeriums.

Staatschef hatte Wirtschaftsreformen angekündigt

Während China sich als moderne Volkswirtschaft und Gestaltungsmacht zelebriert, verfolgen europäische und US-amerikanische Firmen die Entwicklung in der Volksrepublik mit wachsender Beunruhigung. „Der Staat beansprucht eine immer größere Rolle für sich“, sagt Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in China. Zuvor hatte bereits die US-Handelskammer in Peking erklärt, internationale Unternehmen kämpften in China mit immer mehr Einschränkungen. Dabei hatte Staatschef Xi Jinping zu Beginn seiner Amtszeit vor fast vier Jahren ambitionierte Wirtschaftsreformen angekündigt.

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