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RWE erwartet keine Milliarden- Entschädigungen wegen Atomausstiegs

Der niedrige Börsenwert wird zum Problem

Dienstag, 06.09.2016 15:00 von

Die Aufspaltung des Handelskonzerns schreitet voran. Trotzdem verliert die Metro-Aktie an Wert.Eigentlich hielt Metro-Chef Olaf Koch am Dienstag gute Nachrichten für die Anleger bereit: Die geplante Aufspaltung des Handelsriesen kommt voran, eine befürchtete Kapitalerhöhung ist zunächst vom Tisch, wichtige Steuer- und Personalthemen sind geklärt. Doch statt die erwartete kursbelebende Wirkung zu entfalten, sorgten die Metro-News für einen Rückgang des Aktienwerts um mehr als zwei Prozent. Nervte die Kursentwicklung Vorstand und Großaktionäre schon bisher, wird sie durch die geplante Aufspaltung des Konzerns nun zum ernsten Problem.Mit der Aufspaltung will der Düsseldorfer Traditionskonzern ab Mitte 2017 zwei "sortenreine" Unternehmen schaffen, die sich besser am Markt positionieren können und stärker in den Blick von Investoren geraten. „Wir wollen ein für alle mal den Schleier des Konglomerats lüften", betont Koch. Dafür will Metro (Metro Aktie) das angestammte Großhandels-Geschäft (Metro Cash&Carry) und die Real-Supermärkte separat an der Börse listen. In der Metro AG verbleiben im Wesentlichen die Elektronikketten MediaMarkt und Saturn, an denen der streitbare Gründer und Milliardär Erich Kellerhals beteiligt ist.Gerät der Elektronikpart ins Visier von Kellerhals?Aktuell ist das Gesamtkonstrukt Metro an der Börse jedoch nur noch rund 9 Milliarden Euro wert. Wie genau sich die Unternehmenswerte nach der Aufspaltung verteilen sollen, ist zwar offen. Doch in der Branche wird davon ausgegangen, dass die Food-Sparte rund zwei Drittel des Konzernwerts ausmachen dürfte. Auf die Beteiligung an MediaSaturn entfiele der Rest. Zum derzeitigen Kursniveau würde der Elektronikpart damit lediglich rund drei Milliarden Euro auf die Waage bringen – und könnte damit auch ins Visier von Kellerhals geraten.

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