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"Der größte berufliche Fehler meines Lebens"

Donnerstag, 27.10.2016 18:20 von

Manfred Krug bleibt nicht nur als Schauspieler unsterblich. Auch Privatanleger werden ihn als Werbegesicht der angeblichen Telekom-Volksaktie für immer im Gedächtnis behalten.

Manfred Krug hat sich mit der ihm auf den Leib geschnittenen Rolle des sympathisch-cleveren Kümmer-Anwalts „Liebling Kreuzberg“ unsterblich gemacht. Auch als Tatort-Kommissar setzte er sich mit seiner unvergesslichen Mischung aus Charme und Chuzpe immer wieder für die kleinen Leute ein, jedenfalls auf dem Bildschirm.

Wer wäre da als Werbestar für die T-Aktie glaubwürdiger gewesen als er? 1996, 20 Jahre vor Krugs Tod, der am Donnerstag bekannt geworden ist, gingen erstmals Anteile des damaligen Staatsunternehmens Deutsche Telekom (Deutsche Telekom Aktie) an die Börse. Vor allem Privatanlegern wurden die als Volksaktie bezeichneten Papiere mit einer beispiellosen Medienkampagne angepriesen. 1,9 Millionen Leute griffen zu – und verbrannten sich beim anschließenden Kurssturz die Finger.

Krug pries die Papiere in seiner gewohnt unwiderstehlichen Art an, wobei ihm auch sein TV-Sidekick Charles Brauer assistierte. Krugs immer wieder in die deutschen Wohnzimmer ausgestrahlter Lockruf „Wer zu spät kommt…“ trieb die Deutschen in Massen zum eiligen Zeichnen der T-Aktie an. Für viele war es das erste Mal überhaupt, dass sie an der Börse investierten. Krugs Bekanntheit und Beliebtheit ließ die Telekom als vertrauenswürdige Geldanlage erscheinen. Wäre alles glatt gelaufen, hätte aus den deutschen Börsenmuffeln ein Volk von Aktionären werden können.

Doch das Debakel der T-Aktie kurz nach dem Start ließ viele frisch gebackene Anleger dem Parkett für immer frustriert den Rücken kehren. So mancher machte Krug für das fehlgeschlagene Investment verantwortlich. Den Schauspieler traf das tief, er bezeichnete seinen Werbeeinsatz in Diensten der Telekom Jahre später als größten beruflichen Fehler seines Lebens.

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