Der Fuchs im Hühnerstall

Mittwoch, 16.11.2016 21:20 von

Das Beben auf den Weltfinanzmärkten ist nach der Trump-Wahl ausgeblieben. Dafür stieg der Dow Jones auf ein Rekordhoch. Aber Investment-Experte Bill Gross warnt: Die, die ihn gewählt haben, werden am meisten leiden.

Steuersenkungen für Konzerne, weniger Regulierungen für die Finanzindustrie und hohe Zölle auf Importprodukte: Damit, hat Donald Trump seinen Wählern versprochen, kurbelt er Amerikas Wachstum an und schafft Arbeitsplätze. So konnte der Republikaner selbst den eigentlich demokratisch wählenden mittleren Westen auf seine Seite ziehen. „Und genau diese Menschen werden die nächsten vier Jahre am härtesten treffen“, warnt Investment-Experte Bill Gross im Ausblick seines Arbeitgebers Janus Capital Group.

„Ich schreibe in einer erstaunten, fast amüsierten Verwirrung, was amerikanische Wähler sich da selbst angetan haben“, schreibt Gross. Die Hühner hätten sich mit Donald Trump den Fuchs selbst ins Haus geholt. Die Geringverdiener und Arbeitslosen, deren Stimmen ihm zum Sieg verholfen haben, würden noch sehen, dass seine wirtschaftspolitischen Pläne Amerika eben nicht wieder groß machen und auch keine Jobs bringen. Wo andere Entwarnung geben, ist der Investmentguru sicher: „Das werden kurze, aber schädliche vier Jahre.“

Größere Verteidigungs- und Infrastrukturausgaben, kombiniert mit niedrigeren Steuern für Konzerne, um den privaten Sektor zu beleben, begünstigten weiterhin das Kapital gegenüber der Arbeit, die Märkte gegenüber den Löhnen, so Gross. Das sei nichts anderes als eine Fortsetzung des Status quo.

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