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Der Ferne Osten ist nicht nur China

Freitag, 04.11.2016 07:20 von

Der Mittelstand setzt große Hoffnungen in die wirtschaftlich dynamischste Region der Welt. Doch die Eroberung der Märkte in Fernost ist schwierig, längst nicht immer gelingt sie.

Hans-Georg Frey ist trotz seiner Begeisterung für den Fernen Osten, trotz der großen wirtschaftlichen Chancen, die die Region bietet, Realist geblieben. „Asien ist nicht einfach“, sagt der Vorstandschef des Hamburger Unternehmens Jungheinrich, einem Hersteller von Hubwagen, Gabelstaplern und Anlagen für die Lagerhaltung.Mit der Kultur fange es an, sagt Frey; dazu komme, dass jedes Land in Asien anders sei: „Überall unterschiedliche Religionen und unterschiedliche Sprachen.“ Außerdem verlangten die Kunden in Fernost oft nach ganz anderen Produkten als im Westen.Doch trotz der Herausforderungen will Frey, der gleichzeitig Vorsitzender des Ostasiatischen Vereins in Hamburg ist, dafür sorgen, dass Jungheinrich in vier Jahren 15 Prozent seines Umsatzes außerhalb Europas erzielt, den größten Teil davon in Asien. Zurzeit liegt der Anteil bei elf Prozent.Die Chancen, dass Frey und sein Unternehmen, das im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von rund 2,75 Milliarden Euro kam, das Ziel erreichen, stehen gut. Derzeit wächst das Asiengeschäft der Hamburger jedes Jahr zwischen 25 und 30 Prozent.Ein Wunder ist das nicht, denn trotz aller politischen und wirtschaftlichen Probleme, etwa in China, ist der Ferne Osten noch immer die dynamischste Region der Welt. Nirgendwo sonst wächst die Wirtschaft mit vergleichbaren Raten. In diesem Jahr dürfte Asien ohne Japan auf ein Wirtschaftswachstum von  5,7 Prozent kommen, hat die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) in Manila errechnet. Im kommenden Jahr dürfte das Wachstum ähnlich hoch sein. „Asien ist ein wichtiger Motor der Weltwirtschaft“, sagt Jungheinrich-Chef Frey. Europa und genau so die USA können von solchen Raten nur träumen.

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