Der Einkauf unter Freunden boomt

Freitag, 23.09.2016 17:00 von

Ob Tupperware oder Thermomix: Alle 22 Sekunden findet in Deutschland eine Verkaufsparty statt. Der Direktvertrieb – die älteste Vertriebsform der Welt – boomt. Und das gerade in Zeiten des anonymen Online-Einkaufs.

Ein iPhone? Längst nichts Besonderes mehr. Das neue Statussymbol ist für viele der Thermomix. Mit der Produktion der Kultküchenmaschine ist Hersteller Vorwerk lange Zeit kaum nachgekommen. Lange Schlangen vor den Geschäften wie beim Apple-Smartphone gab es beim Thermomix trotzdem nicht. Denn das Küchengerät zum stolzen Preis von 1199 Euro gibt es weder im Laden noch im Online-Shop: Das Gerät wird ausschließlich im Direktvertrieb auf Kochpartys vertrieben.

Wegen der großen Nachfrage musste Vorwerk die Zahl der Thermomix-Beraterinnen sogar auf 16.500 verdoppeln. „Vom digitalen Thermomix, der vor zwei Jahren auf den Markt kam, haben wir weltweit schon zwei Millionen Stück verkauft“, freute sich Vorwerk-Chef Reiner Strecker kürzlich im Gespräch mit dem Handelsblatt. Der Umsatz mit der Kult-Küchenmaschine stieg 2015 um knapp 50 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

Der Direktvertrieb wächst seit vielen Jahren kräftig – nicht nur beim Thermomix. Der Vertriebskanal hat längst sein biederes und zum Teil halbseidenes Image abgeschüttelt. Der Umsatz stieg hierzulande 2015 um 6,8 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro, zeigt eine Studie im Auftrag des Bundesverbands Direktvertrieb Deutschland (BDD). Über 280 Unternehmen nahmen an der Befragung von Marketing-Professor Florian Kraus von der Universität Mannheim teil. Die Ergebnisse liegen dem Handelsblatt exklusiv vor.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.