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Der Discounter macht sich locker

Freitag, 02.12.2016 11:40 von

Aldi Nord will moderner werden – und schafft die Krawattenpflicht ab. Damit ist der Discounter nicht einmal Vorreiter: Selbst bei Banken soll der fehlende Schlips ein Zeichen von Lässigkeit sein.

Aldi Nord verbannt den Schlips in die Wühlkiste. „Wir können bestätigen, dass die Krawattenpflicht in unserem Unternehmen abgeschafft wurde“, sagte eine Unternehmenssprecherin der WirtschaftsWoche. „Damit setzen wir unsere Modernisierungsstrategie konsequent in sämtlichen Bereichen fort, so auch in Bezug auf den Dresscode in unserem Unternehmen.“

Merke: Wer modern sein will, lässt den Binder zuhause.

Die Idee ist so neu nicht: Wettbewerber Lidl hatte bereits vor Jahren den Krawattenzwang gekappt. Konzernchef Klaus Gehrig begründete den Schritt damals scherzhaft so: "Die sind nicht gut fürs Denken, weil sie die Blutzufuhr zum Gehirn einschränken." Und seit März dürfen die 375.000 Mitarbeiter der Schwarz-Gruppe, zu der neben Lidl auch die Handelskette Kaufland gehört, außerdem „Du“ zu ihren Topmanagern sagen. Angeblich nach Lektüre eines entsprechenden Artikels in der WirtschaftsWoche über das Duz-Verhalten eines deutschen Versandhändlers.

Der Vorstand des Handelskonzerns Otto hat nämlich seinen weltweit 53.000 Mitarbeitern schon im Februar das Du angeboten. Und einen Monat später wurde aus Herr Gehrig von Lidl der Klaus.

Doch nicht nur den Handel gibt sich lässig, auch bei den Dax-Konzernen sieht man die Vorstände immer öfter ohne Schlips und Kragen oder in Turnschuhen.

Bislang galt, egal, was Manager und Angestellte bei Autobauern, Medienhäusern oder Unternehmensberatungen tragen oder nicht tragen mögen – es gibt eine Branche, bei der ist mit dem Dresscode nicht zu spaßen: die Finanzbranche. Und selbst die lockern den Krawattenknoten. Die amerikanische Großbank JP Morgan Chase (JP Morgan Chase Aktie) pfeift auf den Schlips, bei der Hamburger Sparkasse experimentiert man mit smart casual.

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