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Der Brief lebt!

Donnerstag, 17.11.2016 13:20 von

Briefe stehen vor dem Aus und werden von der E-Mail abgelöst? Mitnichten! Ein Berliner Unternehmen dreht die Uhr zurück und baut wieder mehr Frankiermaschinen. Hilfestellung kommt sogar von den Behörden.

Henkel-Chef Hans Van Bylen hat am Donnerstag den Schritt in Richtung Digitalisierung vorgestellt: Der Düsseldorfer Konzern verspricht Kunden Abo-Modelle und will zum Beispiel Apps entwickeln, um Friseurtermine zu vereinbaren. Während die meisten Unternehmen ihr Geschäftsmodell auf die Digitalisierung und die sogenannte Industrie 4.0 ausrichten, geht die Berliner Francotyp-Postalia jetzt den umgekehrten Weg: Sie konzentriert sich wieder stärker auf ihr Kerngeschäft – den Bau von Frankiermaschinen. Eine klassische Rolle rückwärts in der strategischen Ausrichtung der Firma.

Der Grund: Die Hoffnung, den klassischen Brief durch die E-Mail ablösen zu lassen, haben sich nicht erfüllt: Schon vor fünf Jahren hatte die Bundesregierung mit Partnern aus der Industrie die Idee einer sicheren E-Mail entwickelt. Ziel war es, dass Behörden aber auch Unternehmen wie Versicherungskonzerne einen Großteil ihrer Geschäftspost mit vertraulichen Mitteilungen oder Verträgen künftig nur noch elektronisch als verschlüsselte De-Mail oder E-Post-Brief übersenden und auf den klassischen Brief im Postkasten ihrer Kunden verzichten.

Doch was in vielen anderen Ländern wie in Skandinavien schon reibungslos funktioniert, kommt in Deutschland nur schwer in Gang. Der Spezialist für Frankiermaschinen und Marktführer in Deutschland zieht jetzt daraus ihre Konsequenzen. „Unser Kerngeschäft hat mehr Wachstumspotenzial als bislang angenommen“, sagte der Vorstandschef von Francotyp-Postalia, Rüdiger Andreas Günther. „Nicht jede Digitalisierung ist disruptiv und erfolgt über Nacht.“

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