„Der Anfang vom Ende bei VW“

Montag, 21.11.2016 17:00 von

In der Krise auf die eigenen Kunden losgehen? Keine gute Idee – möchte man meinen. VW-Chef Matthias Müller machte genau das – und muss deshalb in den sozialen Netzwerken viel Spott über sich ergehen lassen.

„Der Kunde hat immer Recht.“ Dieser Satz stammt von Harry Gordon Selfridge, dem Gründer der gleichnamigen britischen Kaufhauskette, und hat sich ein gutes Jahrhundert als Faustformel im Kundenumgang gehalten. VW-Chef Matthias Müller ließ in einem Interview mit der Frankfurter Sonntagszeitung durchblicken, dass er von dieser Plattitüde offenbar wenig hält Die Quittung für diese Haltung wurde ihm umgehend über die sozialen Medien zugestellt.

In dem Interview nahm der 63-Jährige zu dem Vorwurf Stellung, die deutsche Autoindustrie habe die Elektromobilität verschlafen. Müller sprach in dem Interview von einem „paradoxen Phänomen“, das er noch nicht ganz verstanden habe: „Am Angebot mangelt es nicht, sondern an der Nachfrage: Auf der einen Seite denken und handeln viele Deutsche im Alltag grün, wenn es aber um E-Mobilität geht, haben viele Verbraucher spitze Fingern.“ Was viele Leser so interpretierten: Nicht VW sondern der Kunde ist doch daran schuld, dass der Konzern so wenig E-Autos verkauft.

In den sozialen Medien kamen diese Aussagen wenig überraschend nicht gut an. Die Grünen-Politikern Rente Künast reagiert umgehend und schrieb auf Twitter: „Echt frech. Keine bezahlbare E-Autos, keine Ladestationen, aber Nicht-Käufer kritisieren.“ Und der Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Jochen Flasbarth, twitterte: „Schummelsoftware statt Zukunftsinvestitionen und dann Verbraucherbeschimpfung. Dreistigkeit von VW-Chef Müller verschlägt einem die Sprache.“

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