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Deutsche Chemie erwartet auch 2017 keine nennenswerte Dynamik

Den Bonnern geht das Geld aus

Montag, 14.11.2016 17:00 von

Deutschlands größter Photovoltaikkonzern Solarworld (SolarWorld Aktie) schlittert immer tiefer in die Krise. Wegen des globalen Preisverfalls bei Modulen wird das Geld knapp. Um zu überleben, brauchen die Bonner wohl eine Kapitalspritze.

Im Frühjahr schien die Welt für Frank Asbeck noch in Ordnung. „Der Solarmarkt ist voll intakt“, erklärte damals der Gründer und Chef von Solarworld. Die Produktionsstätten von Deutschlands größtem Photovoltaikkonzern würden auf Hochtouren laufen. „Alles brummt“, frohlockte Asbeck noch im März und verkündete, dass seine Firma dieses Jahr endlich wieder in die Gewinnzone zurückkehren werde. Heute, mehr als ein halbes Jahr später, sind Asbecks Ankündigungen nur noch Makulatur.

Die Lage für Solarworld hat sich binnen weniger Monate dramatisch verschlechtert. „Seit dem Sommer haben fast alle Solarhersteller und auch wir mit einer neuen globalen Preiserosion zu kämpfen“, schreibt Asbeck im jüngsten Quartalsbericht an seine Aktionäre. Die Ursache: Überkapazitäten chinesischer Produzenten, die jetzt den Weltmarkt mit Billigmodulen fluten. Die Folge: Solarworld verbrennt Geld im Rekordtempo.

Seit Jahresbeginn sind die flüssigen Mittel des Unternehmens um mehr als 100 Millionen Euro geschrumpft – auf nur noch 84 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote von Solarworld ist auf 18,4 Prozent abgesackt. Die Nettoverschuldung schoss parallel um ein Drittel in die Höhe – auf beinahe 315 Millionen Euro. Dadurch hat sich die Risikolage von Solarworld „verschärft“, schreibt der Konzern. Die wirtschaftliche Situation der Firma bewertet der Vorstand nun als „sehr schwierig“. Zuvor hat das Management die Lage stets mit „schwierig“ beschrieben.

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