Dax verliert ein wenig an Fahrt

Montag, 14.11.2016 15:00 von

Deregulierung der Finanzwelt – das ist Musik in den Ohren der Märkte. Unter dem künftigen US-Präsident Donald Trump könnte das Wirklichkeit werden. Der Dax legte zunächst deutlich zu, später flachte die Gewinnkurve ab.

Am Nachmittag geht dem Dax ein wenig die Luft aus. Zuletzt notierte er nur noch 0,4 Prozent fester auf 10.706 Punkten. Am Morgen näherte er sich noch bei einem Stand von 10.802 Zählern bis auf 26 Punkte an sein Jahreshoch. Für Auftrieb sorgte unter anderem eine fallender Euro-Kurs, der Waren europäischer Firmen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger macht. Die Gemeinschaftswährung war mit 1,0774 Dollar (Dollarkurs) zeitweise so billig wie zuletzt vor gut zehn Monaten.

In der vergangenen Woche hatte der deutsche Leitindex nach dem Überraschungssieg von Donald Trump nahezu vier Prozent hinzugewonnen. Zuvor war es allerdings auch wegen der Unsicherheit rund um die US-Wahl abwärts gegangen. Anleger dürften daher ein Interview mit dem designierten US-Präsident Donald Trump mit Freude aufgenommen haben. Gegenüber dem „Wall Street Journal“ äußerte sich Trump positiv über eine Deregulierung der Finanzwelt. Als Reicher bekäme er jederzeit einen Kredit, aber die Mittelschicht habe Probleme damit. Daran müsse sich etwas ändern, die Kreditvergabe müsse wieder angekurbelt werden.

Börsianer spekulieren nun auf ein groß angelegtes Konjunkturprogramm des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Dies spiegelte sich auch am Rohstoffmarkt wider: Das für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Kupfer verteuerte sich um bis zu 3,4 Prozent auf 5736,50 Dollar je Tonne. Der Preis für Zink stieg zeitweise sogar um fünf Prozent.

Am Anleihemarkt schüre die Aussicht auf ein schuldenfinanziertes US-Konjunkturprogramm Spekulationen auf eine anziehende Inflation, sagte Anlagestratege Daniel Lenz von der DZ Bank. Aber auch in Europa setzten Investoren auf eine höhere Teuerung. Das hiesige Inflationsbarometer stieg auf ein Zehn-Monats-Hoch.

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