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Dax profitiert nur kurz vom Merkel-Effekt

Montag, 21.11.2016 11:00 von

Angela Merkels erneute Kanzlerkandidatur hat die Märkte nur kurz beruhigt. Ein stärkerer Euro sorgt zu Wochenbeginn für sinkende Kurse beim Dax. Bei den Einzelwerten steht derweil VW wegen seiner E-Auto-Pläne im Fokus.

Zum Wochenbeginn nimmt die Politik leichten Einfluss auf die Märkte. So sorgte Angela Merkels Ankündigung erneut als Bundeskanzlerin kandidieren zu wollen zunächst für Entspannung. „Merkel ist ein Stabilitätsanker für Europa und die Märkte“, sagte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt bei der ING Diba. Beim Euro und und Dax werde ihre Ankündigung allerdings nur „eine kurzfristige Erleichterung“ auslösen. „Der Merkel-Effekt wird nicht nachhaltig sein“, sagte Brzeski.

Diese Prognose bestätigte sich am Montag. Nach einem verhalten Handelsbeginn rutschte der Dax später deutlicher ins Negative. Zuletzt notierte er 0,4 Prozent leichter auf 10.619 Punkten. Vor allem ein stärkerer werdender Euro belastet den Leitindex. Die europäische Gemeinschaftswährung legte gegenüber dem Dollar (Dollarkurs) rund 0,5 Prozent zu und wurde mit 1,0636 Dollar bewertet. Dabei gilt: je höher der Euro-Kurs, desto schlechter entwickelt sich die Konkurrenzfähigkeit europäischer Produkte auf den Weltmärkten.

In der alten Woche kam der Dax kaum vom Fleck und scheiterte mehrfach an der charttechnisch wichtigen Marke von 10.800 Punkten. Mit jedem erfolglosen Versuch, diese Schwelle zu überspringen, steige das Risiko eines größeren Ausverkaufs, warnen Börsianer. Neben der Verunsicherung über die Trump'sche Politik würden die zu erwartenden dünnen Umsätze die Kursbewegungen in der neuen Woche verstärken. Die Wall Street bleibt am Donnerstag wegen des US-Erntedankfestes Thanksgiving geschlossen und handelt am Freitag verkürzt. Am Mittwoch nehmen sich japanische Investoren eine Auszeit.

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