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Dax im Sinkflug

Mittwoch, 23.11.2016 13:00 von

Nach schwunglosen Stunden geben die deutschen Bluechips am Mittag deutlich nach. Daran können auch New Yorker Rekordstände nichts ändern. Neidisch geht der Blick in die Staaten. Und die Fed bleibt ein Fragezeichen.

Dem Dax ist am Mittwoch erneut kein Durchbruch gelungen. Aus seiner Fahrigkeit konnte ihn auch keine Wall Street befreien, die einmal mehr Rekordstände erreichte. In einem bisher schwunglosen Handel baute der Deutsche Aktienindex ab dem Mittag bei unveränderter Nachrichtenlage deutlicher ab. Mit zuletzt 10.637 Punkten lief er 0,7 Prozent schwächer. Damit bleibt der Dax zwei Wochen nach den US-Präsidentschaftswahlen zwar auf einem hohen Niveau, doch der Durchstoß über die technisch wichtige 10.800-Punkte-Marke trauen sich die Anleger nicht zu. Mit frischen US-Daten am Nachmittag könnte er sich zumindest aus der Deckung trauen.

Der zögerliche Kurs dürfte sich in den nächsten Wochen fortsetzen. Zu groß ist die Unsicherheit rund um die Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses im Dezember. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Zinsen noch im laufenden Jahr erhöht, hat sich mit der überraschend freundlichen Börsenstimmung infolge des Trump-Wahlsieges zwar unerwartet erhöht. Doch ist sie nicht so hoch, dass die Börsianer sicher davon ausgehen können. Dementsprechend hoch ist die Anspannung in den Handelswochen bis zum 14. Dezember.

Inzwischen geht das Gros des Parkettvolkes davon aus, dass die Fed-Chefin Janet Yellen nach der letzten Sitzung des Jahres steigende Leitzinsen verkünden wird. Dies zeigen zumindest Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg. Demzufolge ist die Wahrscheinlichkeit auf eine weitere Straffung der Geldpolitik bis Juni 2017 erstmals auf über 50 Prozent gestiegen. Der Grund: Anleger spekulieren mit dem Wahlsieg der Republikaners Donald Trump auf höhere Staatsausgaben und eine anziehende Inflation.

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