Dax folgt der Deutschen Bank ins tiefe Rot

Freitag, 16.09.2016 16:40 von

Die Aktie der Deutschen Bank schmiert ganze acht Prozent ab, weil US-Behörden eine 14-Milliarden-Dollar-Strafe fordern. Am Nachmittag rutscht der Leitindex mit in die Tiefe und verliert mehr als anderthalb Prozent.

Nach der 14-Milliarden-Dollar-Forderung der US-Behörden sind die Papiere der Deutschen Bank am Freitag eingebrochen. Die Aktien stürzten bis zu acht Prozent in die Tiefe. Die vom Justizministerium aufgerufene Summe trifft das krisengeplagte Geldhaus wie ein Tiefschlag. Eigentlich hatte es nach einem versöhnlichen Wochenausklang für Europas Börsen ausgesehen, immerhin schien eine US-Zinserhöhung im September endgültig vom Tisch, nachdem Konjunkturdaten erneut schwach ausgefallen waren. Doch die Meldung von der Strafzahlung erwischte die Märkte unvorbereitet.

Der Dax lief zunächst mit moderaten Verlusten, ehe er am Nachmittag absackte. Zuletzt notierte der Frankfurter Platzhirsch mit 10.275 Punkten ganze 1,5 Prozent tiefer. Der Leitindex der Eurozone, der Euro-Stoxx-50 gab 1,4 Prozent nach auf 2933 Punkte. Die Sorge der Börsianer: Auch für anderen europäische Banken könnten solche Summe aufgerufen werden – die Amerikaner machen bei der Aufarbeitung der Finanzkrise ernst.

Das US-Justizministerium verlangt von dem Geldinstitut eine Zahlung in Höhe von 14 Milliarden Dollar (Dollarkurs). Es wäre die höchste Strafsumme, die in den USA jemals gegen eine ausländische Bank verhängt wurde. Mit dem Geld sollten Ansprüche an die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) aus der Zeit der Finanzkrise 2008 beglichen werden, als viele Investoren nach dem Kollaps des Immobilienmarkts in den USA hohe Verluste mit hypothekengesicherten Wertpapieren machten. Der Bank wird vorgeworfen, die Risiken dieser komplexen Anlagepapiere gegenüber Anlegern verharmlost zu haben. Die Deutsche Bank erklärte, sie habe „keine Absicht“, sich auf eine Zahlung einzulassen, die „auch nur in der Nähe“ der geforderten Summe liege.

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