Dax dreht schlagartig ins Minus

Donnerstag, 01.09.2016 17:20 von

Nach einem deutlichen Plus am Vormittag, fällt der deutsche Leitindex am Donnerstagnachmittag schlagartig ins Minus. Auch das Plus bei Commerzbanktiteln, die zu größten Gewinnern im Dax zählen, ändert daran nichts.

Nach anfänglich ruhigem Handelsverlauf dreht das deutsche Aktienbarometer am späten Nachmittag überraschend ins Minus. Von 10.600 Punkten fällt das Barometer kurz vor Handelsschluss auf 10.514 Punkte zurück, ein Minus von 0,75 Prozent.

Kurz zuvor war in den USA der ISM-Index zur Stimmung im verarbeitenden Gewerbe veröffentlicht worden. Dies hat sich stärker verschlechtert als erwartet. Der Index liegt im August bei 49,4 Punkten nach 52,6 im Monat zuvor. Erwartet wurde ein leichter Rückgang auf 52,0 Punkte. „Zudem ist der Index in den Kontraktionsbereich gefallen. Eine Beschleunigung der konjunkturellen Dynamik kündigt sich damit nicht an“, kommentiert Ulrich Wortberg von der Helaba. Vor allem die Zahlen zur Beschäftigungskomponente enttäuschten. Einen Tag vor dem am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht verdränge dies die Erwartung auf eine rasche Zinserhöhung.

Von den – inzwischen stark relativierten – Fusionsgerüchten zwischen Deutscher Bank und Commerzbank (Commerzbank Aktie) konnte zum Ende des Handelstages nur noch die Commerzbank profitieren. Titel des Geldhauses gewannen zwei Prozent. Die Deutsche Deutsche hingegen gab ihre anfänglichen Gewinne wieder ab und drehte sogar leicht ins Minus. Beide Häuser loteten jüngst die Chancen eines Zusammengehens aus, wie am Vortag durchgesickert war.

Analysten sehen allerdings nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen solchen Deal. Wegen des deutlich geringeren Börsenwertes der Commerzbank wäre das Ganze eine Übernahme, die voraussichtlich an regulatorischen Einwänden scheitern würde, kommentierten die Analysten von Berenberg. Zudem würde sich der Kapitalbedarf der Deutschen Bank dadurch erhöhen - wegen der schwachen Profitabilität und der schwierigen Marktlage sei das aber problematisch. Deutsche-Bank-Chef John Cryan habe Kapitalerhöhungen zudem klar ausgeschlossen.

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