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18:35 Uhr
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DAX 30: Siemens kauft weitere Aktien zurück

Freitag, 17.02.2017 06:10

Kommentar von Rolf Morrien

Liebe Leser,

am amerikanischen Aktienmarkt ist das eine Standard-Meldung, die jeden Tag mehrfach veröffentlicht wird, in Deutschland ist es noch eine Besonderheit: Siemens kauft an der Börse eigene Aktien zurück.

Das DAX-Schwergewicht Siemens nimmt nach einer Pause sein Aktienrückkaufprogramm wieder auf. In der vergangenen Woche seien Anteilsscheine für gut 12 Mio. Euro zu einem durchschnittlichen Kurs von 119,22 Euro je Aktie zurückgekauft worden, teilte das Unternehmen jetzt mit.

Zuvor hatte Siemens vom 1. September 2016 an keine Aktien zurückgekauft, obwohl das Rückkaufprogramm, das jetzt wieder aufgenommen wurde, erst im Februar 2016 gestartet worden war. Das laufende Aktienrückkaufprogramm sieht vor, dass insgesamt Anteile im Wert von bis zu 3 Mrd. Euro zurückgekauft werden.

Bislang hat Siemens erst rund 242 Mio. Euro dafür aufgewendet. Es wurden bis heute 2,6 Mio. Anteilsscheine zurückgekauft und dabei ein Durchschnittskurs von 92,31 Euro je Anteilschein gezahlt. Die Siemens-Aktie hatte sich in den vergangenen Tagen wiederholt dem Rekordwert von 123,72 Euro aus dem Jahr 2000 genähert. Die gute Kursentwicklung der Siemens-Aktie dürfte der Hauptgrund dafür sein, dass das Unternehmen zuletzt etwas zurückhaltend war in Sachen Aktienrückkäufe.

Da ich davon ausgehe, dass längst nicht alle von Ihnen genau wissen, was Aktienrückkäufe sind und wie sie sich auswirken bzw. warum Unternehmen eigene Aktien zurückkaufen, möchte ich Ihnen das Thema jetzt noch einmal etwas näher erläutern.

Aktienrückkäufe: Gründe und Auswirkungen

 Die drei häufigsten Gründe für Aktienrückkäufe sind folgende:

  • Das Unternehmen will den eigenen Aktienkurs aufpolieren und zeigen, dass man im Unternehmen die eigene Aktie für unterbewertet hält.
  • Das Unternehmen, das eigene Aktien zurückkauft, will damit die Aktionäre bei Laune halten, da es sich dabei gewissermaßen um eine zusätzliche Ausschüttung (neben den Dividenden) handelt.
  • Ein „reifes“ Unternehmen kann mit Aktienrückkäufen dafür sorgen, dass trotz Gewinnstagnation der Gewinn je Aktie steigt und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sinkt. So wird die Aktie wieder attraktiver.

Nun zu den Folgen von Aktienrückkäufen: Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft und anschließend vernichtet (in der Börsensprache sagt man weniger brutal „einzieht“), hat das mehrere positive Wirkungen.

  • Aktienrückkäufe sorgen dafür, dass der zukünftige Unternehmensgewinn auf weniger Aktien verteilt werden muss (selbst bei stagnierenden Gewinnen steigt dann der Gewinn je Aktie).
  • Der gleiche Effekt wirkt auch bei der Dividende: Die Dividendensumme muss auf weniger Aktien verteilt werden. Dadurch steigt die Dividenden-Rendite.
  • Aktienrückkäufe sorgen an der Börse für eine steigende Nachfrage nach der entsprechenden Aktie. Bleibt das Angebot gleichzeitig konstant, steigt der Aktienkurs.
  • Verkaufswillige Aktionäre können ihre Aktien direkt an das Unternehmen verkaufen und belasten dadurch nicht den Kurs an der Börse.

Aktienauswahl: Entscheiden Sie nicht nur anhand von Aktienrückkäufen

Wie Sie gerade erfahren haben, gibt es viele Gründe für Aktienrückkäufe und diese sind in den meisten Fällen positiv zu bewerten. Dennoch sollte ein Aktienrückkaufprogramm isoliert betrachtet nicht als Kaufargument für eine Aktie reichen.

Wählen Sie daher Aktien von börsennotierten Unternehmen aus, die den Spagat schaffen: Aktienrückkäufe, Dividenden und Investitionen in neue Geschäftsfelder. Dieser Mix verspricht die besten Erträge.

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