Datenschützer untersagt Austausch mit WhatsApp

Dienstag, 27.09.2016 11:20 von

Facebook will auf Daten der 35 Millionen WhatsApp-Nutzer zurückgreifen. Doch diesen Austausch hat der Hamburger Datenschutzbeauftragte jetzt untersagt. Bereits übermittelte Daten soll der Konzern löschen.

Deutsche Datenschutzbehörden verlangen von Facebook, keine Daten von ihrer Tochter WhatsApp mehr zu nutzen. Zudem müsse der US-Konzern alle bereits von WhatsApp erhaltenen Daten löschen, teilte der für Facebook (Facebook Aktie) bundesweit zuständige Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar am Dienstag mit.

„Die Anordnung schützt die Daten der circa 35 Millionen WhatsApp-Nutzer in Deutschland“, sagte Caspar. „Es muss ihre jeweilige Entscheidung sein, ob sie eine Verbindung ihres Kontos mit Facebook wünschen.“ Facebook müsse vorab um Erlaubnis fragen.

WhatsApp hatte Ende August neue Regeln für seine Nutzer veröffentlicht. Unter anderem wird die Handynummer an Facebook weitergegeben – unabhängig davon, ob der jeweilige Nutzer auch in dem sozialen Netzwerk aktiv ist. Zudem werden alle im Telefonbuch des WhatsApp-Nutzers gespeicherten Nummern an den US-Konzern weitergereicht.

Facebook habe nach dem Kauf von WhatsApp vor zwei Jahren zugesichert, dass die Daten der Nutzer nicht miteinander ausgetauscht würden, erklärte die Hamburger Behörde weiter. „Dass dies nun doch geschieht, ist nicht nur eine Irreführung der Nutzer und der Öffentlichkeit, sondern stellt auch einen Vorstoß gegen das nationale Datenschutzrecht dar“, erklärte Caspar. Es sei weder eine „wirksame Einwilligung“ der Nutzer zu der Datenweitergabe eingeholt worden, noch gebe es „eine gesetzliche Grundlage für den Datenempfang“.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte den Messaging-Dienst WhatsApp wegen der Weitergabe von Kundendaten an den Mutterkonzern Facebook bereits abgemahnt.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.