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Das Verhältnis zwischen dem gelben und dem schwarzen Gold

Freitag, 13.01.2017 15:00

In den letzten Jahren befand sich der Ölpreis auf Achterbahnfahrt. Kann die Gold-Öl-Ratio dabei als Navigationshilfe dienen? Verschiedene smarte Möglichkeiten, um an einem potenziell steigenden Ölpreis zu partizipieren.

So wie Piloten auf Thermometer oder Barometer setzen, um ihre Flugrouten festzulegen, orientieren sich Analysten und Investoren an Indikatoren, um ihre »ökonomische« Landschaft zu verstehen. Dazu gehören Kursbilder in Form von Zahlenverhältnissen (Ratio). Viele von ihnen werden vielerorts als reine »Zahlenspielerei« belächelt. Dennoch scheint sich bei manchen ein genauerer Blick zu lohnen – zum Beispiel bei der Gold-Öl- Ratio.

Rückkehr zum Langzeitmedian?

Die Ratio gibt an, wie viele Fässer Rohöl (à 159 Liter) benötigt werden, um eine Feinunze Gold (ca. 31,1 Gramm) zu kaufen. In der Periode vom März 1983 bis zum Dezember 2016 lag der Median (Zentralwert in der Mitte aller untersuchten Daten) bei 15.76. Doch worüber könnte dieser Wert Aufschluss geben? Historisch betrachtet, musste die Welt immer dann Wirtschaftskrisen bewältigen, wenn der Wert der Gold-Öl-Ratio auf über 20 angestiegen war (faz.net, 27.12.2016). Gegenwärtig liegt die Ratio mit 21.12 darüber (Stand: 27.12.2016). Heisst das nun, wir stehen vor einer baldigen Wirtschaftskrise? Dieses Jahr verzeichnete die Ratio bereits einmal einen Wert, der schon mehr als doppelt so hoch war – und ist wieder zurückgekommen: Am 11.02.2016 nahm die Gold-Öl-Ratio einen absoluten Höchstwert von 47.57 an. Seit diesem Tag – an dem erstmals mehr als 47 Fässer Öl nötig waren, um eine Feinunze Gold zu erwerben – rentierte das schwarze Gold 100 % besser als sein »gelbes Pendant«. Gold »performte« zwischen dem 11.02.2016 und dem 27.12.2016 mit –9 %, wobei der Ölpreis um rund 106 % (von 26 US-Dollar auf über 53,90 US-Dollar) zulegen konnte. Historische Daten liefern jedoch keinerlei Hinweise auf künftige Entwicklungen.

Der «magische Wert» 20

Alles nur Zufall? Vor dem Hintergrund der jüngsten Werte, die die Gold-Öl-Ratio angenommen hat, könnte deren Fähigkeit, Wirtschaftskrisen zu prophezeien, nun infrage gestellt sein. Zumindest dann, wenn man den vielerorts publizierten Makrodaten Glauben schenkt. Liegt die Ratio schlichtweg nur deshalb oberhalb ihres »magischen Wertes« von 20, weil der Ölpreis starken Schwankungen ausgesetzt war? Die Grafik veranschaulicht die turbulenten Entwicklungen der Gold-Öl-Ratio sowie die der Preise von Öl und Gold.

Wertentwicklung der Gold-Öl-Ratio, des Goldes und des Rohöls seit 1983, Quellen: Bloomberg 30.03.1983-27.12.2016, Vontobel Asset Management (Investors Outlook 11/2016)

Wirtschaft weniger abhängig von Öl

Gemäß dem Investors’ Outlook (11 / 2016) des Vontobel Asset Managements hat sich der gegenwärtige weltweite Ölverbrauch seit den 1970er-Jahren mehr als verdreifacht. Gleichzeitig hat sich die globale Wirtschaftsleistung seit 1970 mehr als verfünffacht. Damit sank die Rohölintensität der Weltwirtschaft…

Weiter geht es auf dem Vontobel-Blog.

Bildquelle: dieboersenblogger.de