Das politische System in den USA ist krank

Mittwoch, 12.10.2016 08:20 von

Die größte Demokratie der Welt erlebt einen peinlichen Wahlkampf: zwei schwache Kandidaten und eine konservative Partei im Chaos. Das politische System in den USA ist krank.

Die Tweets von Donald Trump sind ein guter Seismograf dafür, was den Politikbetrieb in den USA in den nächsten Stunden erschüttern könnte. Für gewöhnlich zielen die 140-Zeichen-Angriffe des Milliardärs auf Hillary Clinton und andere politische Gegner. Doch in den jüngsten Tweets attackiert Trump die eigenen Parteifreunde. Den republikanischen Führer des Repräsentantenhauses Paul Ryan etwa, einer der wichtigsten Personen der Partei, bezeichnete er als „schwach und ineffektiv“.

Trump erkläre der Partei damit „den Krieg“, schreibt die „Washington Post“. Die republikanische Partei, die einst so stolze Grand Old Party (G.O.P) ist am Tiefpunkt angekommen. Schlimmer geht es kaum noch. Und Donald Trump, so scheint es, holt dazu noch zum finalen Schlag gegen das Partei –Establishment aus. Erneut via Twitter teilte er mit: Endlich seien die Fesseln weg. Jetzt könne er Wahlkampf machen „wie ich es will“.

Amerika beobachtet derzeit den skurrilsten und unterirdischsten Wahlkampf in der amerikanischen Geschichte. Noch nie hat es zwei Kandidaten gegeben, die beim Volk so unbeliebt waren wie der Republikaner Donald Trump und die Demokratin Hillary Clinton. Doch einer von den Beiden wird am 8. November gewinnen. Damit steht jetzt schon fest: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten wird die Nation weiter spalten statt zu einen.

Vor allem Trump hat die politische Atmosphäre im Land vergiftet. Er hetzt gegen Muslime, Einwanderer und Latino-Amerikaner. Er verhöhnt Frauen und schlägt sich auf die Seite der Globalisierungsgegner. Er will Importe besteuern und wettert gegen Freihandelsabkommen wie Nafta und schlägt sich auf die Seite derjenigen, die eine starke Armee, höhere Militärausgaben und Waffen für alle befürworten.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.