Das neue Machtgefüge der Welt

Montag, 05.09.2016 14:40 von

China hat den G20-Gipfel genutzt, um die Macht der Schwellenländer zu stärken. Nicht mehr die einstigen Wirtschaftsmächte der G7 sind am Drücker, sondern die aufstrebenden Staaten – angeführt von China.

Es war der Gipfel des Gipfels. Eigentlich wollte Chinas Präsident Xi Jinping alle Staats- und Regierungschefs der G20 feierlich begrüßen. Doch für eine kleine Gruppe von ihnen gab es besonders viel Aufmerksamkeit: die führenden Schwellenländer. Gemeinsam mit seinen Amtskollegen aus Brasilien, Russland, Indien und Südafrika hielt Xi einen inoffiziellen BRICS-Gipfel ab. Das Treffen war mehr als eine Geste. Xi Jinping ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass er den Beginn einer neuen, globalen Machtverteilung einläuten will.

„Die Entstehung von BRICS gehört zu den weitreichendsten Veränderungen der globalen Strukturen“, sagte Xi. Der Aufstieg der Schwellenländer folge einem globalen Trend. Die Staaten müssten zusammenstehen, und gemeinsam auf eine neue globale Ordnung hinarbeiten. „Schwellenländer sollten eine größere globale Rolle spielen.“

Die G20 verstehen sich zwar als eine „Weltwirtschaftsregierung“. Doch Schwellenländer wie China sehen sich als die eigentliche Macht der Zukunft. Die 19 Staaten sowie die Europäische Union stehen zwar für rund zwei Drittel der Weltbevölkerung, gut 80 Prozent der globalen Wirtschaftskraft und drei Viertel des weltweiten Handels. Aber die wirklichen Treiber des globalen Wachstums sind vor allem zwei Schwellenländer: China und Indien.

In der deutschen Industrie wird die wachsende Bedeutung der Schwellenländer positiv bewertet. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, sagte dem Handelsblatt: „China ist ebenso wie Indien sehr wichtig für die Weltwirtschaft. Es ist richtig, dass die Länder eine größere Rolle spielen.“

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