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Das nächste große Ding

Dienstag, 15.11.2016 07:40 von

Die Blockchain-Technologie könnte die Energiewirtschaft revolutionieren. Das Interesse der Branche an dem Thema ist groß. Doch vor einem echten Durchbruch gibt es noch regulatorische Hürden zu überwinden.

Der New Yorker Stadtteil Brooklyn ist momentan das Vorzeigebeispiel, wenn es um die Zukunft der Energiewirtschaft geht. In einem Konferenzraum im Berliner Hotel Pullman haben sich auf Einladung des Bundesverbands der Wohnungswirtschaft GdW mehr als ein Dutzend Branchenvertreter versammelt, um dem Mann zu lauschen, der die Blaupause in Brooklyn gestartet hat: Lawrence Orsini, Gründer von LO3 Energy.

Die Wohnungswirtschaft als Stromverkäufer? Möglich könnte das eine neue Technologie machen, die auch in Brooklyn eingesetzt wird: Blockchain. Diese digitale Technologie ermöglicht es Verbrauchern oder Unternehmen, Geld, Produkte oder Dienstleistungen per digitalem Vertrag auszutauschen – ohne dass es eines zentralen Vermittlers, etwa einer Bank, bedarf. „Die Menschen kaufen Erneuerbare Energie von ihrem Nachbarn“, erklärt Orsini.

Das Interesse an dem Thema ist groß, nicht nur die Wohnungswirtschaft wittert ein Geschäft – in einer Umfrage der Deutschen Energie-Agentur (Dena) und der ESMT Berlin unter 70 Führungskräften der Energiebranche, die dem Handelsblatt exklusiv vorab vorliegt, gaben 39 Prozent der Befragten an, dass Blockchain-Anwendungen bei ihnen geplant sind, 13 Prozent setzen die Technologie bereits ein. „Zum einen können damit Prozesse optimiert werden, um Kosten zu reduzieren“, erklärt Christoph Burger, Blockchain-Experte an der ESMT Berlin.

„Es werden damit aber auch neue Plattformen entstehen, etwa um Strom zu tauschen oder zu verkaufen.“ Vor allem wenn die Blockchain als Plattform genutzt werde, erwartet er „ein großes disruptives Potenzial“. Auch 21 Prozent der befragten Energieführungskräfte denken, dass Blockchain für die Branche ein „Gamechanger“ wird, weitere 60 Prozent halten eine weitere Verbreitung für wahrscheinlich.

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