"Das Krisenmanagement bei Samsung hat versagt"

Mittwoch, 12.10.2016 15:20 von

Samsung zieht das Galaxy Note 7 aus dem Verkehr. Warum die Krise damit längst nicht ausgestanden ist und welchen Imageschaden die täglichen Warnhinweise vor Samsung-Handys im Flugzeug bringen.

Das Galaxy Note 7 sollte das Flaggschiff von Samsung werden und die Südkoreaner als Innovationsführer etablieren. Die Hoffnungen sind in Rauch aufgegangen. Nun hat sich Samsung für die radikalste Lösung entschieden und das Note 7 komplett vom Markt genommen. Wie groß ist das Desaster für die Marke Samsung?Jürgen Gietl: Kurzfristig ist es ein großes finanzielles und imagemäßiges Desaster. Schlimmer als der Stopp ist aber die weltweite, negative Propaganda in Flugzeugen: Auf fast allen Flügen wird im Augenblick täglich Millionen von Passagieren klargemacht, dass Samsung gefährlich ist. Stellen Sie sich das Gefühl vor, das bei den Besitzern dieses Handys entsteht. Diese Reichweite mit dieser emotionalen Wirkung wäre im positiven Fall unbezahlbar. 

In dieser Form dagegen könnte Samsung wohl gut darauf verzichten. Wie nachhaltig ist der Ruf der Marke geschädigt?  Anders als bei westlichen Technologiemarken sind asiatische Unternehmen hinter solch starken Marken Mischkonzerne. Das Problem mit einem Akku wird vermutlich nur kurz und nur wenig Auswirkung auf das Geschäft in der Schwerindustrie haben. Außerdem hat die repräsentative Technologiemarken-Studie von BrandTrust aus dem letzten Jahr gezeigt, dass die Marke Samsung überdurchschnittlich resilient, also agil und stabil, ist. Stabil gegen Widrigkeiten, agil um sich ständig weiter zu entwickeln. Deshalb ist zu erwarten, dass Samsung dieses Problem überstehen wird.

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