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Aktien New York: Rekordjagd geht nach kurzem Durchatmen weiter

"Das ist viel radikaler als alle bisherigen Maßnahmen"

Dienstag, 27.09.2016 14:00 von

Bei der Commerzbank (Commerzbank Aktie) wackelt fast jede fünfte Stelle – mehr als bislang erwartet. Laut einem Insider ist der Abbau kaum ohne betriebsbedingte Kündigungen möglich.

Beim Umbau der Commerzbank muss fast jeder fünfte der gut 50.000 Mitarbeiter um seinen Arbeitsplatz bangen. Nach einem Strategiepapier plane der Vorstand den Abbau von 9000 Stellen in den nächsten Jahren, sagte eine mit der Vorlage für den Aufsichtsrat vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei werde die zweitgrößte deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) kaum um betriebsbedingte Kündigungen herumkommen. Das "Handelsblatt" hatte zuvor über die Kürzungspläne berichtet.

"Das ist viel radikaler als alle bisherigen Maßnahmen", sagte der Insider. Allerdings soll der Abbau über mehrere Jahre bis 2020 gestreckt werden. Die Kosten für den Umbau würden auf bis zu eine Milliarde Euro geschätzt. Deswegen müssten die Aktionäre - allen voran der Bund mit seinem Anteil von gut 15 Prozent - schon für das laufende Jahr auf die erwartete Dividende von 20 Cent je Aktie verzichten.

Der Aufsichtsrat berät am Mittwoch und Donnerstag über die Pläne. Im Zentrum der Strategie, mit der der Commerzbank-Vorstand um den neuen Chef Martin Zielke auf die niedrigen Zinsen und die Konkurrenz aus dem Internet reagiert, stehen Kostensenkungen. Equinet-Analyst Philipp Häßler schätzt, dass die Bank mit dem Stellenabbau rund eine Milliarde Euro brutto im Jahr einsparen könnte. Ein Teil davon müsse allerdings in die Digitalisierung investiert werden. "Mit solch drastischen Maßnahmen würde sie ihr größtes Problem angehen: die schwache Rentabilität", schrieb Häßler. Eine Commerzbank-Sprecherin wollte sich nicht zu den Informationen äußern. An der Börse stießen die Pläne aber auf wenig Begeisterung: Die Commerzbank-Aktie fiel um knapp drei Prozent auf 5,87 Euro.

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