„Das ist noch nicht das letzte Wort“

Mittwoch, 28.09.2016 06:40 von

Für Kommissarin Věra Jourová hat VW EU-Standards verletzt. Es ärgert sie, dass die vom Abgasskandal betroffenen Kunden in den USA entschädigt werden und die in Europa nicht. Sie will es dabei aber nicht bewenden lassen.

Als Justiz- und Verbraucherkommissarin ist Věra Jourová für viele Themen zuständig. Bei ihrem Besuch in Berlin sprach sie mit Finanzminister Wolfgang Schäuble über Mehrwertsteuer-Betrügereien, mit Justizminister Heiko Maas über Hass-Postings bei Facebook (Facebook Aktie) und mit Innenminister Thomas de Mazière über Datenschutz. Im Interview mit dem Handelsblatt machte sie ihrem Ärger über die Diesel-Affäre bei VW Luft.

In den USA entschädigt Volkswagen (VW Aktie) Kunden mit fünftstelligen Beträgen. Den europäischen VW-Besitzern bietet der Konzern nur eine Reparatur an. Das sorgt für Frust.Ich bin auch frustriert, wenn ich mir anschaue, wie die amerikanischen Kunden behandelt werden und wie eingeschränkt die rechtlichen Möglichkeiten für Entschädigungen in der EU sind. Als Kommission werden wir unser Bestes tun, damit die Kunden innerhalb der EU fair und gleich behandelt werden. Aber wir können rechtlich keine Kompensationen für die Autobesitzer durchsetzen. Das ist in Europa Aufgabe der nationalen Gerichte.

Letztlich wird es also dabei bleiben: In den USA gibt es 5000 Dollar (Dollarkurs) und mehr, während die europäischen Kunden leer ausgehen.Ich glaube, das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen. Wir beraten mit den nationalen Regierungen und Behörden sowie mit Verbraucherschutzorganisationen, wie sie helfen können, dass die Kunden ihre Ansprüche durchsetzen. Und natürlich werden in den meisten Ländern Kunden auch selbst vor Gericht ziehen.

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