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„Das Interesse chinesischer Unternehmen steigt weiter“

Mittwoch, 26.10.2016 19:00 von

Für Rainer Langel, Deutschland-Chef der australischen Bank Macquarie, hat das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen in Asien Zukunft. Unter einer Bedingung: Die Politik muss sich mit Einschnitten zurückhalten.

Der Deutschland-Chef der australischen Bank Macquarie zählt zu den bekannten Deal-Makern hierzulande, die viele Übernahmen einfädeln. Für chinesische Interessenten gibt es in Deutschland sogar einen Spezialisten aus China, um die sprachliche und kulturelle Barriere zu senken und mehr Sicherheit in die Unternehmenskäufe zu bringen. Denn für Rainer Langel hat das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen mit dem asiatischen Festland Zukunft, wenn die Politik nicht massiv eingreift.

Hat Sie der Vorstoß von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel überrascht?Vor dem Hintergrund der Diskussion um die KUKA-Übernahme kommt dieser Vorschlag von Minister Gabriel nicht komplett unerwartet – allerdings überrascht die Breite der Diskussion.

Wenn Gabriel schon einschreitet, müsste das nicht konsequenter erfolgen. Mehrheitliche Übernahmen aus China sind nur dann zu erlauben, wenn das auch in China möglich ist?Es ist sicher wichtig, diese Diskussion mit den chinesischen Partnern auf politischer Ebene zu führen. Es ist nachvollziehbar, dass man sich auf deutscher Seite die Frage nach Chancengleichheit stellt. Dennoch sehe ich die Gefahr, dass wir mit der aktuellen Diskussion über das Ziel hinausschießen und so Direktinvestitionen in Deutschland gefährden.

Scheut Gabriel am Ende den Konflikt und die Auswirkungen für große und kleine deutsche Konzerne in China?Die Bunderegierung sollte die wohlverstandenen Interessen der Wirtschaft berücksichtigen, denn China ist nach wie vor ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche Unternehmen. Im Rahmen der kritischen politischen Diskussion während der Kuka-Übernahme haben dazu führende deutsche Wirtschaftsvertreter bereits ihre Bedenken klar geäußert.

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