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Marktanalyst Salcher: EZB - Markt hat klare Erwartungshaltung

Das Fusionsdrama mit Edeka

Mittwoch, 05.10.2016 06:20 von

Gegen alle Widerstände wollte Karl-Erivan Haub seine Supermarktkette an Edeka verkaufen und entfachte einen Machtkampf, der Wettbewerber und Politik in Atem hält. Die Geschichte einer verkorksten Übernahme.Es ist die Woche der Entscheidung für Kaiser’s Tengelmann. Heute halten die rund 4000 Beschäftigten der Supermarktkette aus dem Gebiet Nordrhein eine zentrale Betriebsversammlung ab. Donnerstag ist eine solche Veranstaltung für Berlin geplant.Wenige Tage vor dem Ablauf einer von Unternehmenschef und –Eigentümer Karl-Erivan Haub gesetzten Frist, wollen die Arbeitnehmervertreter noch einmal Flagge zeigen - und den Druck auf die Beteiligten erhöhen. Schließlich steuert der Machtkampf um die Übernahme von Kaiser’s Tengelmann auf sein Finale zu. Schon im Oktober 2014 hatte Haub angekündigt, die Supermarktkette an Edeka zu verkaufen – und war auf den geballten Widerstand von Rewe-Chef Alain Caparros gestoßen.Diesen Freitag will Haub entscheiden, wie es weitergeht. Begleitet von reichlich Tamtam fanden zuvor Rettungsgipfel zwischen ihm, Caparros und Markus Mosa statt, dem Chef des Rewe-Rivalen Edeka. Politiker mahnten eine Einigung der Kontrahenten in letzter Minute an.Doch war das wirklich mehr als nur die Begleitmusik zum Untergang? Besteht noch Hoffnung, oder kann es in einem derart vertrackten Verfahren ohnehin keine Lösung geben?Zumindest ein Ergebnis steht schon vor dem Showdown am Freitag fest: Die Übernahme ist gründlich gescheitert. Seit nunmehr zwei Jahren bangen Tausende Mitarbeiter um ihre Jobs und die Edeka-Tengelmann-Liaison sorgt für Schlagzeilen. Spätestens seit Bundeswirtschaftsminister Gabriel die Übernahme erst per Sondererlaubnis genehmigte und später von Richtern zurückgepfiffen wurde, ist der Fall ein Politikum, steht mit Gabriel auch das Instrument der Ministererlaubnis im Feuer der Kritik. Denn bereits mit dem Übernahmeantrag begann eine wettbewerbspolitische Geisterfahrt.Oktober 2014 bis März 2015: TrennungsschmerzenKarl-Erivan Haub trauert, Markus Mosa schreibt, Andreas Mundt untersagt

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