Das Durcheinander geht weiter

Donnerstag, 22.09.2016 14:20 von

Der plötzliche und unerklärte Abgang von Finanzchef Axel Salzmann verunsichert erneut die Aktionäre und markiert einen weiteren Tiefpunkt in der Ära des Aufsichtsratsvorsitzenden Eckhard Cordes.

Als Journalist mit knappem Zeitbudget fragt man sich inzwischen, ob es sich überhaupt lohnt, neue Führungskräfte von Bilfinger (Bilfinger Aktie) kennenzulernen – so schnell wie sie wieder weg sind! Als der Bilfinger-Aufsichtsratsvorsitzende Eckhard Cordes vor gut fünf Monaten urplötzlich den von ihm selbst ausgewählten Vorstandschef Per Utnegaard nach nur zehn Monaten Amtszeit abservierte, tat er so, als sei das kein großes Problem für den Krisen-Konzern Bilfinger. Denn der "exzellente Finanzvorstand Axel Salzmann", so erklärte Cordes, werde den Chefposten in Mannheim interimsweise on Top übernehmen.

Das machte Salzmann auch, bis am 1. Juli der frühere Linde-Vorstand Tom Blades Bilfinger übernahm. Nur zweieinhalb Monate später ust der "exzellente" Herr Salzmann weg – ohne jegliche Einordnung, was ein weites Feld für Spekulationen öffnet. Zu Bilfinger gekommen war Salzmann im Februar 2015 und geht nun nach anderthalb Jahren. Von mangelndem Benehmen des früheren ProSiebenSat.1-Finanzchefs ist die Rede: Er habe in Nichtraucherbüros hemmungslos gequalmt, sei in Konfliktsituationen ausgerastet. Aber das kann nicht alles gewesen sein. Der ein oder andere Aktionär wird auch schon mal die Contenance verloren haben angesichts des nicht enden wollenden Durcheinanders in dem M-Dax-Unternehmen, dem er sein Geld anvertraut hat.

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