Daimler überprüft Vorkehrungen im Einkauf

Freitag, 02.09.2016 20:00 von

Der Streit mit Zulieferern der Prevent-Gruppe legte die Produktion in mehreren VW-Werken lahm. Um nicht in eine solche Situation zu kommen, überprüft Daimler (Daimler Aktie) seine Risiko-Vorkehrungen für ähnliche Fälle.

Nach dem lautstark ausgetragenen Streit zwischen Volkswagen (VW Aktie) und zwei Zulieferern der Prevent-Gruppe hat sich auch Daimler Gedanken über die Beziehungen zu seinen Zulieferern gemacht. „Man nimmt ein solches Beispiel natürlich, um nochmal die eigenen Vorkehrungen zu überprüfen, wie man das Risiko zu solchen Situationen minimiert und idealerweise ausschließen kann“, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche am Freitag in Berlin.

„Deswegen haben wir Vorkehrungen, die bei uns schon existiert haben, nochmal überprüft, in Einzelfällen vielleicht auch noch weitergeführt, um nicht in solche Situationen kommen zu können.“ Details nannte er nicht. Daimler habe sich schon immer Gedanken dazu gemacht.

Die Tatsache, dass ungefähr 70 Prozent eines Pkw nicht bei den Automobilherstellern, sondern bei den Zulieferern entstehen, sei „die Basis dafür, dass man eine ganz breite, komplexe Zusammenarbeit miteinander hat“, sagte der Daimler-Vorstandschef weiter. In allererster Linie gehe es darum, dass man den Kunden „tolle Produkte“ bieten könne, „und dass alle, die daran beteiligt sind, ihr Auskommen haben“. Natürlich gebe es „Abweichungen von diesem Idealzustand“.

Mit Blick auf VW sprach er von Extremfällen. Wegen eines Streits um einen von VW gekündigten Entwicklungsvertrag und letztlich um Geld hatten zwei Töchter der Prevent-Gruppe im August ihre Lieferungen an Europas größten Autobauer eingestellt.

Weil sie die jeweils einzige Bezugsquelle für Getriebegehäuse und Sitzbezüge waren, legte dies die Produktion in mehreren VW-Werken lahm. Schließlich legten die Kontrahenten ihren Streit nach einem Verhandlungsmarathon bei und vereinbarten eine langjährige Partnerschaft. Der VW-Konzern kündigte an, seine Einkaufspolitik unter die Lupe zu nehmen.

Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.