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Daddeln für die Börse

Donnerstag, 01.12.2016 20:00 von

Gamer können bald an der Börse einkaufen: Die Deutsche Börse gründet eine Handelsplattform für virtuelle Gegenstände. Kein Kinderspiel: Mit Raumschiffen, Schwertern oder Hüten werden in Computerspielen Milliarden umgesetzt.

Zugegeben: Für NASA-Verhältnisse wäre der „Revenant“ ein Schnäppchen. Nur umgerechnet rund 11.000 US-Dollar kostete das seltene Raumschiff aus dem Computerspiel „Eve Online“. Doch den „Rückkehrer“ gibt es nur in virtueller Form: Der Raumkreuzer ist eines der teuersten so genannten Ingame-Items aller Zeiten. Das sind virtuelle Gegenstände, mit denen Computerspieler – von weiten Teilen der Öffentlichkeit unbemerkt – untereinander handeln. Kein Kinderspiel: Ob Raumschiff, Hut oder Langschwert – mit virtuellen Gegenständen wird im Netz seit Jahren sehr viel Geld gemacht. Nun steigt die Deutsche Börse in den wachsenden Markt für Computerspiele ein. Die Frankfurter gründen zusammen mit der Hamburger Finanztechnologiefirma Naga die Plattform Switex, auf der Computerspiel-Gegenstände gehandelt werden können.

Die virtuelle Ökonomie boomt, ist aber bislang kaum erforscht. Bei vielen Onlinespielen können Nutzer Erweiterungen kaufen, um besser zu werden oder sich von Konkurrenten abzuheben. Ein Maschinengewehr beim Ego-Shooter Counter-Strike gibt es schon für ein paar Dollar. Seltene Gegenstände bringen deutlich mehr. Für einen Streitkolben beim Online-Rollenspiel Diablo 3 boten Spieler bis zu 14.000 US-Dollar. Noch teurer – und das ist kein Scherz – ist der pinke Kriegshund aus dem Multiplayer-Spiel Dota 2, für den ein Nutzer 38.000 Dollar (Dollarkurs) zahlte. Die Börse schätzt, dass der Markt für Spielegegenstände ein jährliches Volumen von 46 Milliarden US-Dollar erreicht hat und jährlich um mehr als 10 Prozent wächst. „Das ist ein riesiger Markt, von dem wir uns ein möglichst großes Stück abschneiden wollen“, sagte ein Naga-Sprecher.

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