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„Da kommen ja nur Männer“

Freitag, 02.09.2016 16:00 von

„Wir schaffen das“, sagte Merkel vor einem Jahr. Doch die hohen Flüchtlingszahlen schüren Sorgen in der Bevölkerung. Welche Behauptungen entsprechen der Realität, welche sind falsch? Zehn Vorurteile im Faktencheck.Ein Jahr ist vergangen seit Angela Merkels „Wir schaffen das!“. Ein Jahr ist vergangen, seitdem Deutschland Zehntausenden in Ungarn festsitzenden Flüchtlingen die Einreise zu erlaubte. An manchen Bahnhöfen verbreiteten die vielen freiwilligen Helfer emsig eine herzliche Willkommenskultur, doch mit der Zahl der Flüchtlinge wuchsen auch die Sorgen. Ängste vor Trittbrettfahrern kamen auf, Fehlinformationen kursierten, zum Beispiel frei erfundene Facebook-Geschichten über angebliche Vergewaltigungen durch Migranten. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) schürte die Gerüchteküche, als er im Oktober 2015 in der Talkshow „Maybrit Illner“ behauptete, 30 Prozent der Asylsuchenden gäben sich als Syrer aus, seien aber keine – eine Aussage ohne Belege, wie sich später herausstellte.Welche der vielen Behauptungen über die Flüchtlinge sind durch Statistiken belegt – und was reine Vorurteile? Was ist berechtigte Kritik, was Plattitüde? Zehn gängige Aussagen zur Flüchtlingskrise im Faktencheck:„Da kommen ja nur Männer“

Fakt ist: Mehr als zwei von drei Geflüchteten, die in Deutschland einen Asylantrag stellen, sind männlich. Das Verhältnis von Mädchen und Jungen ist bei Kindern unter zwölf Jahren nahezu ausgeglichen ist, wie Zahlen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ergeben. Doch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es ein großes Ungleichgewicht: In der Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen sind vier von fünf Flüchtlingen männlich, bei den 18- bis 25-Jährigen stehen drei Männer einer Frau gegenüber. In den Altersgruppen darüber gleichen sich die Verhältnisse wieder an; unter den über 65-Jährigen sind dann mehr Frauen als Männer.

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