Commerzbank und Apollo sollen an OLB interessiert sein

Dienstag, 27.09.2016 21:40 von

Bereits seit Jahren wird über Verkaufspläne spekuliert, nun stellt die Allianz (Allianz Aktie) die Oldenburgische Landesbank tatsächlich zum Verkauf. Neben der Commerzbank (Commerzbank Aktie) soll auch US-Finanzinvestor Apollo ein Gebot abgegeben haben.

Die Commerzbank streckt trotz ihrer radikalen Sparpläne laut Finanzkreisen im Nordwesten Deutschlands die Fühler nach einer Regionalbank aus. Die zweitgrößte deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) habe wie der US-Finanzinvestor Apollo ein unverbindliches Gebot für die Oldenburgische Landesbank (OLB) abgegeben, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Münchener Versicherungskonzern Allianz hat seine Beteiligung von 90 Prozent an der OLB offiziell zum Verkauf gestellt. Die OLB ist an der Börse gut 300 Millionen Euro wert.

Mit einer Entscheidung sei zum Jahresende zu rechnen, sagten die Insider. Die Commerzbank sehe die Chance, sich in der Region zu verstärken. Apollo hat im Nordwesten bereits die Bremer Kreditbank und das ebenfalls in der Hansestadt vertretene Bankhaus Neelmeyer geschluckt.

Die Commerzbank wollte sich zu der Information nicht äußern, Apollo war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Allianz nahm zu möglichen Interessenten keine Stellung. Laut OLB prüft sie „verschiedene strategische Alternativen“ für einen kompletten oder einen Teilverkauf ihrer Anteile. Es gebe auch schon Gespräche mit möglichen Käufern der Regionalbank mit rund 2200 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 13 Milliarden Euro. Die Aktie der OLB stieg am Dienstag um 9,6 Prozent.

Über die Verkaufspläne spekuliert wird bereits seit Jahren. Die Allianz hatte die unter dem Dach der OLB geführte Allianz Bank vor drei Jahren eingestellt, nachdem sich die Hoffnungen auf einen Verkauf von Fonds und Bankprodukten über die eigenen Versicherungsvertreter in Deutschland nicht erfüllt hatten.

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