Commerzbank: Steht die Woche der Wahrheit bevor?

Freitag, 23.09.2016 13:10

Kommentar von Hermann Pichler

Lieber Leser,

in der kommenden Woche soll es soweit sein. Dann wird aller Voraussicht nach die neue Strategie der Commerzbank der Öffentlichkeit präsentiert. Konzernchef Martin Zielke arbeitet zusammen mit der Unternehmensberatung McKinsey an einem erfolgsversprechenden Zukunftsmodell. Finanzkreise gehen davon aus, dass der zweitgrößten Bank Deutschlands eine deutliche Verschlankung bevorsteht. Demnach könnten wesentlich mehr Stellen dem Rotstift zum Opfer fallen als die zuletzt kolportierten 1.500. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsen wird sowohl bei der Privatbank als auch bei der Mittelstandsbank mit deutlichen Einschnitten gerechnet.

Zuletzt hatten sich Insider zu Wort gemeldet, die über eine bevorstehende Aufspaltung des einst so florierenden Firmenkundengeschäfts berichteten. Demzufolge könnten größere exportorientierte Firmenkunden in der Investmentbank aufgehen, die ebenfalls verkleinert werden soll. Kleinere Firmenkunden könnten gleichzeitig dem Privatkundengeschäft zugeordnet werden. Im Zuge der Digitalisierung dürften bei der Mittelstandsbank zudem weitere 1.000 Stellen obsolet werden, sagten mit der Sache vertraute Personen.

Auch in der Verwaltung könnte es zu zahlreichen Stellenstreichungen kommen. Eine Person, die mit den internen Schätzungen vertraut ist, sprach von 2.000 Stellen, die zur Disposition stünden. Die Insider machten aber auch deutlich, dass die endgültigen Zahlen noch nicht feststünden. Zunächst solle der Aufsichtsrat voraussichtlich am kommenden Mittwoch über die endgültigen Pläne informiert werden. Investoren erwarten dennoch, dass ein massives Sparprogramm Teil der mittelfristigen Strategie sein wird. Zielke werde die harten Personalentscheidungen wohl gleich zu Anfang treffen. Einem Insider zufolge könnte der Personalabbau des rund 50.000 Mitarbeiter umfassenden Konzerns letzten Endes sogar 10 Prozent betragen. „Ein Abbau von 5000 Stellen wäre durchaus plausibel.“

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