Commerzbank: das Leiden unter den Notenbanken

Mittwoch, 21.09.2016 14:30

Kommentar von Ethan Kauder

Robert Sasse: Herr Kauder, angesichts der Aktien der beiden größten Deutschen Banken macht sich Ratlosigkeit unter den Anlegern breit. Die Frage lautet, ob bereits schon alles gesagt worden ist und einem nichts anderes übrig bleibt als abzuwarten, wie sich die Lage entwickelt. Oder sind kurzfristig nicht doch noch Impulse zu erwarten?

Ethan Kauder: Das aktuelle Umfeld hat auch die Commerzbank zu einem Umstrukturierungsprozess gezwungen, der derzeit noch in vollem Gange ist. Welche Maßnahmen das Institut genau ergreifen wird, um die Rentabilität sicherzustellen, ist allerdings noch unklar.

Robert Sasse: Die Gerüchte um eine mögliche Fusion mit der Deutschen Bank scheinen jedoch erst einmal vom Tisch zu sein.

Ethan Kauder: Ja, die beiden Vorstandschefs Martin Zielke und John Cryan waren sich zwar einige darin, dass es zu viele Banken in Deutschland gibt. Doch das war vielleicht eher als Ansage an die kleineren, beispielsweise die Volks- und Raiffeisenbanken zu verstehen. ZU einer Konsolidierung der Großbanken wird es wohl in naher Zukunft nicht kommen. Diese Spekulationen zeigen jedoch, dass man versucht, in alle Richtungen zu denken. Aufgrund der Niedrigzinspolitik der EZB und einem ganzen Haufen an regulatorischen Vorschriften ist der Handlungsspielraum der Banken wirklich nicht gerade groß.

Robert Sasse: Nun ruhen die Hoffnungen der Anleger auf einer Zinswende in den USA.

Ethan Kauder: Bis jetzt hat sich die Fed offen gehalten, ob es im Dezember zu einer Zinserhöhung kommt. Womöglich hat sich die Situation der US-Wirtschaft entsprechend verbessert, was zu einer solchen Entscheidung beitragen würde. Schon die Tatsache, dass ein solcher Schritt nicht ausgeschlossen wurde, hat auf dem US-Aktienmarkt Für Aufwind gesorgt. Die Wirkung auf die Commerzbank-Aktie blieb nicht aus. Und dann haben wir da noch die EZB. Ob deren Programm über das nächste Frühjahr hinaus weiterläuft, ist ebenfalls noch unklar. Die Banken kritisieren aber ohnehin, dass die Lockerungsmaßnahmen nicht zu einer höheren Vergabe an Krediten geführt habe, der Effekt sei höchstens minimal.

Robert Sasse: Herr Kauder, vielen Dank für das Gespräch.

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