Chip-Riese verkauft Mehrheit der IT-Sicherheitssparte

Donnerstag, 08.09.2016 10:20 von

Als Intel (Intel Aktie) 2010 rund 7,7 Milliarden Dollar (Dollarkurs) für den Antiviren-Pionier McAfee hinblätterte, gehörte zum Plan auch, Sicherheitstechnologien direkt in Chips zu integrieren. Doch die Erwartungen erfüllten sich nicht.

Der Chip-Riese Intel trennt sich im Zuge der Neuausrichtung von der Mehrheit an seiner IT-Sicherheitssparte. Besitzer eines Anteils von 51 Prozent wird künftig der Finanzinvestor TPG sein, wie Intel mitteilte. Intel bekomme 3,1 Milliarden Dollar – das sind rund 2,76 Milliarden Euro – und behalte die restlichen 49 Prozent. Der Name soll von Intel Security wieder zu McAfee geändert werden. Intel hatte die traditionsreiche Antiviren-Firma McAfee im Jahr 2010 für knapp 7,7 Milliarden Dollar übernommen.

Intel hängt nach wie vor stark vom Geschäft mit Prozessoren für Personal Computer ab – und dieser Markt schrumpft schon seit Jahren. Intel konnte sich bisher ganz gut mit Chips für Rechenzentren dagegen stemmen, ist aber aktiv auf der Suche nach neuen Erlös-Quellen wie das Internet der Dinge mit Milliarden vernetzter Geräte.

Hinter der Übernahme von McAfee steckte auch die Idee, Sicherheitstechnologien direkt in Intel-Chips einzubetten. Die Integration klappte jedoch zumindest nicht im geplanten Ausmaß. Außerdem haben sich die Methoden in der IT-Sicherheit weiterentwickelt und in der Branche kamen neue aggressive Konkurrenten wie FireEye oder Palo Alto Networks auf. Sie überwachen zum Beispiel den Datenverkehr, statt nach bekannten Viren zu suchen.

Das Geschäft mit IT-Sicherheit gilt angesichts der wachsenden Bedrohungen durch Cyberangriffe unter anderem bei Finanzinvestoren als lukrativ. Allerdings ist der Markt sehr fragmentiert und es häufen sich Fusionen. Im Sommer setzte Branchen-Schwergewicht Symantec (Symantec Aktie) zur Übernahme des Rivalen Blue Coat für 4,65 Milliarden Dollar an, auch um dessen Chef an die eigene Spitze setzen. Und der Anbieter Avast übernahm den Konkurrenten AVG für rund 1,3 Milliarden Dollar.

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