Chinesischer Investor Grand Chip senkt Hürde für Aixtron-Übernahme

Donnerstag, 06.10.2016 18:31 von

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der chinesische Investor Grand Chip Investment will bei der Übernahme des Spezialmaschinenbauers Aixtron kurz vor Toresschluss kein Risiko mehr eingehen. Die Chinesen senkten am Donnerstagabend die Mindestannahmeschwelle von 60 Prozent auf 50,1 Prozent und geben den Aktionären zudem zwei Wochen mehr Bedenkzeit. Ursprünglich sollte die Frist an diesem Freitag enden.

Bis Donnerstagmittag haben die Chinesen Zusagen für 43,9 Prozent der Aktien eingesammelt. Am Mittwoch waren es erst 24,6 Prozent und am Dienstag 16,6 Prozent gewesen. Nach der Mitteilung über die gesenkte Annahmeschwelle legte der Kurs der Aixtron-Aktien kräftig zu und kletterte bis Handelsschluss um 6,18 Prozent auf 5,65 Euro. Grand Chip bietet 6 Euro je Anteilsschein.

Grand Chip Investment hatte Ende Juli ein 670 Millionen Euro schweres Kaufangebot für Aixtron abgegeben. Das Unternehmen aus der Nähe von Aachen stellt Maschinen für die Halbleiterindustrie her, hatte zuletzt aber unter verzögerten Aufträgen, Preisdruck und hohen Entwicklungskosten zu leiden. Das Management empfiehlt die Annahme der Offerte./men/stw